« Archiv

Newsletter Saisonstart unterhaus


Nun geht es los!

Das unterhaus pro:gramm ist da und ab 04.09.2017

 "unterhaus wieder voll"!

Natürlich haben wir Weihnachten schon wieder fest im Blick und beginnen                                                
 
am 01.09.2017 mit dem Vorverkauf für Dezember, Januar & Februar. 
 

MO 4.9. / 18 Uhr
Gutenberg-Gymnasium
es spielen: DS-Kurse der Jahrgangsstufe 12
 
Bin dann mal tot
Forschern gelingt es, das genaue Todesdatum eines jeden Menschen zu bestimmen. Diese Entdeckung schlägt ein wie eine Bombe, die Leute sehen sich plötzlich mit sehr grundsätzlichen Fragen konfrontiert: Was muß man erlebt haben, bevor man stirbt? Sollte man dem Tod mit Respekt, Angst oder Zuversicht begegnen? Darf man, wenn man morgen sterben wird, heute noch in ein Flugzeug steigen? Ein nicht ganz todernstes Stück...
 
Spielleitung: Gerd Kremer
 
Hölle/Himmel?
Völlig unerwartet und für ihn unverständlich landet der junge Mann nach seinem Tod in der Hölle. War er nicht reich, erfolgreich, gutaussehend? Nach geschickten Verhandlungen erhält er überraschend eine zweite Chance, doch noch in den Himmel zu kommen. Gelingt es ihm?
 
Spielleitung: Angela Grüter

 
MO 4. – MI 6.9.
Deutscher Kleinkunstpreis 2009
Jochen Malmsheimer
Dogensuppe Herzogin – ein Austopf mit Einlage
Das aktuelle Programm
 
Machen wir uns doch nichts vor: Kabarett ist dieser Tage wichtiger denn je!
Die gefühlte Arschlochdichte und Idiotenkonzentration, die Sackgesichtsüberfülle und Kackbratzendurchseuchung, die allgemeine, bimssteinerne Generalverblödung und präsenile Allgemeinabstumpfung, kurz: die cerebrale Fäulnis in diesem Land war, subjektiv gefühlt, immer schon hoch, aber nun läßt sich dieses trübe Faktum nicht mehr nur im Experiment nachweisen, sondern ist für uns alle, die wir über ein entwickeltes humanoides Sensorium, über Geist, Witz, Verstand und Geschmack verfügen, fühlbar im Freiland angekommen.
Und dort im Freiland zeltet Jochen Malmsheimer, bereit, sich diesem geradezu enzephalen Unsinn, gegürtet mit dem Schwert der Poesie, gewandet in die lange Unterhose tröstenden Mutterwitzes und weiterhin unter Verzicht auf jegliche Pantomime, in den Weg zu stellen.
Denn wie schon Erasco von Rotterdam wußte: Wer oft genug an's Hohle klopft, der schenkt der Leere ein Geräusch.
Dogensuppe Herzogin – ein Austopf mit Einlage.
Inspiration und Ort der Handlung: Ein Reisebus. Auf dem Weg nach Venedig. Es ist, wie's ist: eingepferchte Beine, beschissene Bordunterhaltung. Die Leute erst; das Ehepaar hinter ihm – "in marine-beige!"; die Kids auf der Rückbank – "Generation Glotz-auf-die-Hand". Bis das sonore Brummen des Motors in Kombination mit Kartoffelsalat-Odeur ihn einlullen: die Literatur-Helden seiner Kindheit erscheinen, Robin Hood, John Long Silver, Ivanhoe, Winnetou, Jim Knopf... Ein geniales Plädoyer für das VorLesen bis zum flammenden Statement gegen Verblödung, Rassismus und Intoleranz! Chapeau Jochen!
Malmsheimer in Höchstform!

 
MI 6.9.
Andrea Bongers
Bis in die Puppen
Figurenstarke Show – mit und ohne Puppen
 
Dieses Programm entfällt leider!

 
DO 7.9.
Deutscher Kleinkunstpreis 2010 (Erstes Deutsches Zwangsensemble)
Mathias Tretter
POP
Das neue Kabarett-Solo
 
"In the future, everyone will be world-famous for 15 minutes." Andy Warhol meinte es tatsächlich ernst, als er jedem diesen Quatsch versprach. Aus den 15 Minuten sind ja längst 140 Zeichen geworden. Zwar wird auch damit niemand zwingend berühmt, aber mitunter zumindest US-Präsident.
Was mit Casting-Shows begann, erreicht in Donald Trump nun endlich seinen sturmfrisierten Höhepunkt: Das Zeitalter des Amateurs. Blogger sind die neuen Journalisten, Hipster die neuen Bierbrauer, AfDler die neuen CDUler. Sänger kriegen den Literatur-Nobelpreis, Kinder erziehen ihre Eltern, das Oval Office ist der neue Hobbykeller. Und außenrum und untendrunter die Welt, die schlingert, daß es selbst den Profis schlecht wird. Die Zehner-Jahre: Dilettanz auf dem Vulkan.
Die Auskenner dagegen heißen "Lügenbresse" und "verschisenes Estäplischment" (sic! – wenn Rechte schreiben, führt das nicht zu Rechtschreibung). Einst hat man seine Mängel kaschiert, heute versteckt man seine Fähigkeiten. Wer Adorno zitiert, gilt als großkotzige Elitesau. Aber wenn man sagt: "Adorno? Sie meinen den neuen Fünftürer von VW?" – dann ist man im Gespräch.
David Bowie, Prince, Leonard Cohen und George Michael mußten einfach sterben in dem Jahr, in dem alles Pop wurde. Mathias Tretter ist noch da. Lebendiger denn je, böse wie nie, mit dem Programm der Stunde: Pop – Politkomik ohne Predigt. Von einem Profi oraler Präsenz.
Mit Plödeleien oberster Populistik. Peziehungsweise, ohne Pescheidenheit: 150 Minuten Ruhm.

 
 
FR 8. & SA 9.9.
Deutscher Kleinkunstpreis 2014
HG.Butzko
Menschliche Intelligenz – Oder: Wie blöd kann man sein?
Das aktualisierte Kabarett-Programm
 
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Albert Einstein) Als Captain Kirk und Mr. Spock mal einen entfernten Himmelskörper erkundeten, war ihr Fazit: "Es gibt keine menschliche Intelligenz auf diesem Planeten." Das funkten sie zur Erde, dem Planeten, auf dem vor tausenden von Jahren ein paar Leute Stimmen hörten, über die anschließend Bücher geschrieben wurden, worin zu lesen war, daß man so leben muß, wie's dort geschrieben steht. Oder man kommt in die Hölle!
Das Erstaunliche ist nicht, daß diese Bücher Weltbestseller wurden. Das Erstaunliche ist, daß Milliarden Menschen ihr Leben nach diesen Büchern ausrichten. Die einen wollen dabei einen säkularen, die anderen einen Gottesstaat; die einen mit friedlichen Mitteln, die anderen mit AstroTV.
Ob nun Dschihadisten im Nahen Osten oder 'Evangelikale' im Wilden Westen, selbst die CDU/CSU beruft sich in ihrem Namen auf einen Religionsstifter, und auch, wenn sie sich in der Wahl ihrer Methoden unterscheiden, so haben alle etwas gemeinsam: Sie vermischen in übergriffiger und unzumutbarer Weise Religion und Politik.
Höchste Zeit für einen gläubigen Atheisten. Für HG. Butzko natürlich! Denn sein tagesaktuelles, satirisch-politisches Kabarett kommt ohne Gebetsmühlen und Moralpredigten aus. Er jongliert mit Gedanken, nicht mit Keulen, und wenn er singt, ist es das Hohelied der Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten. Butzkos Argumente sind nicht immer bequem, dafür logisch statt ideologisch. Manchen spricht er ins Gewissen, Vielen aus der Seele, vor allem immer Klartext. Im Namen des Geistes, des Herzens und der heiligen Lust am Leben. Da weiß man, was man hat. Amen!

 
FR 8. & SA 9.9.
Suse & Fritzi
Altweibersommer
Comedy – Im Auftrag der Hormone
 
"Bin ich schon drin?"
Jawoll!!!
Eben noch im Auftrag der Hormone "Stutenbissig in Richtung Wechseljahre" unterwegs, sind Suse & Fritzi ganz ungeniert im "Altweibersommer" gelandet. Und fernab von Anti-Aging und Hyaluronsäure sprechen sie fröhlich aus, was Frau in der zweiten Jugend so alles erleben kann.
Graue Haare proben widerspenstig den Aufstand gegen Tönen, Färben und Blondieren, Hormone spielen verrückt und springen, wie sie wollen, angeratene Hobbys für Oldies wie Stricken, Sticken, Häkeln, Origami, Basteln... führen schnurstracks in's nächste Stimmungstief, Arthrose und Osteoporose statt Sex, Drugs & Rock'n'Roll, Bandscheiben fordern zum Duell... Viel Bewegung und Sport gegen schweißtreibende Hitzewallungen sind die beste Medizin, gegen was, mit wem, wozu??
Nicht verzagen! Denn Suse (Kirchhoff) & Fritzi (Bender) singen, spielen, tanzen mit viel Power, temperamentvoll, leidenschaftlich, provokant, frisch, frech durch den "Altweibensommer", würzen pikante Details mit humorvollem Charme und gehen dahin, wo es weh tut, man aber trotzdem lacht. Eine komische Reise durch weibliche Befindlichkeiten und männliche Betrachtungen. So ist drin gar nicht schlimm...

 
SO 10.9.
Christian Ehring
Keine weiteren Fragen
Das neue Kabarett-Solo
 
Er ist der Mann, der Erdoğan zuerst ärgerte. "Erdowie, Erdowo, Erdoğan": Das Lied in seiner Satiresendung "extra3" brachte im März 2016 den türkischen Präsidenten so auf die Palme, daß er den deutschen Botschafter einbestellte. Christian Ehring spielt außerdem im Team der ZDF "heute-show" und ist Eingeweihten bestens bekannt als langjähriges Ensemblemitglied, Autor und Komponist des Düsseldorfer Kom(m)ödchens.
Noch viel mehr von sich zeigt er allerdings, wenn man ihm einen ganzen Abend lang die Bühne überläßt. Sein Solo "Keine weiteren Fragen" ist ein hochaktueller und sehr persönlicher Kommentar zur Lage der Nation: hintergründig, schwarzhumorig und perfide politisch.
Der Sohn macht ein Freiwilliges Soziales Jahr in den Slums von Buenos Aires, die Einliegerwohnung im Reihenhaus ist frei und sofort meldet sich das soziale Gewissen! Wäre jetzt nicht die Gelegenheit, endlich etwas Sinnvolles, ein 'gutes Werk' zu tun? Einen Flüchtling aufzunehmen? Könnte, sollte, müßte man nicht aktiv werden und der linksalternativen Überzeugung auch mal ganz konkrete Taten folgen lassen? Die Gattin sagt "Ja." Ehrings Bühnen-Ich "Ja, aber." Findet ihre Idee gut. Als Idee! Würde sich aber lieber zurückziehen ins deutsche Komfortzonenrandgebiet, wo der Einkauf im Bioladen ausreicht als moralischer Ablaßbrief, wo man erstmal das Haus abbezahlt, Smoothies mixt und seinen Yogalehrer macht. Vor allem "Keine weiteren Fragen" stellt. Ein assoziativer Monolog über Politik, Moral und Verantwortung, komisch und ernst, authentisch und verlogen. Bitte lachen Sie vorsichtig!!!



 
 
© phpList limited | phplist