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Newsletter unterhaus 09.10. bis 15.10.2017


 MO 9. – MI 11.10.

Lennart Schilgen
Engelszungenbrecher
Lieder. Gedichte. Schabernack. Seit 1806.
 
"Ich mach Lieder mit Gitarre und Klavier und deutschen Texten – genug gequatscht!" Los geht’s – mit dem "Liegenbleiben-Blues". Einmal den Kopf schief gelegt, schon sieht die Welt anders aus! Lennart Schilgen, Sänger, Gitarrist, Pianist, Texter und Komponist der Rock'n'Roll-Kabarett-Gruppe "Tonträger", findet auch solo Blickwinkel, aus denen das vermeintlich Feststehende auf einmal ganz wackelig scheint. Und bringt es in seinen Liedern zum Kippen: Vom Tragischen ins Komische, vom Schönen ins Schräge. Oder umgekehrt.
Mit raffiniertem Wortwitz und spöttischer Ironie singt er über innere und äußere Schweinehunde, die Liebe, Black-Metal-Bands und alle anderen, die sich nicht wehren können. Die gute Nachricht: man will sich gar nicht wehren, sondern lieber mitsingen. Schließlich sind die Melodien hübsch eingängig. Ab und an ist das sogar erlaubt, oft scheitert es aber daran, daß es völlig anders weitergeht als vermutet.
Denn mit verwegenen Reimen und doppelbödigen Zeilensprüngen dreht Lennart sich selbst das Wort im Munde um, mutiert vom Draufgänger zum Dran-Vorbei-Schleicher, vom halben Hemd zum Hooligan. Dazu spielt er Klavier und Gitarre, versiert, vielseitig, mal zart, mal rabiat, doch stets im Sinne der Texte, vorgetragen mit grundsolider Heiterkeit und bisweilen bedenklichem Mienenspiel. Das ist subtiler Wahnsinn zum Wohlfühlen mit Geschichten, die das Leben gern geschrieben hätte.
"Wer Bodo Wartke mag, wird Lennart Schilgen lieben!" (NDR)

 
MI 11.10.
Alfons
Wiedersehen macht Freunde
Aktuelles Programm – saukomisch, herzerwärmend
 
(H)eute sein Themaaa: "Wiedersehen macht Freunde!" 11.10.17 / 20 Uhr! Stimmt! Alfons wartet. Kämpft mit seinem Notizzettelsalat auf dem Klemmbrett. Wartet weiter. Und parliert. Höflich, charmant, sensibel, witzig, frech. Mit unschuldig treuem Bernhardiner-Blick, holperigem Akzent und sichtlich angestrengten Dackelfalten. Erzählt von früher in Paris. Von den 3 guten, "dicken" Freunden, Alfons, Jérôme, der so gut küssen kann, daß keine Lehrerin ihn je durch eine Klassenarbeit fallen läßt, und Jean-Francois, der ebendiese Klassenarbeiten (und vieles mehr) in verläßlicher Regelmäßigkeit in der Pariser Metro verbaselt. Chers amis, die zusammen Fußball spielen, Musik hören, Clochard Archimedes besuchen, bei Generalstreiks mitmischen... bis das Leben eine neue Geschichte schreibt und sie sich in alle Winde verstreuen. Halt! Bevor es soweit war, hatten sie beschlossen, sich nach exakt 20 Jahren wiederzusehen.
Gleicher Ort, gleiche Zeit. Er ist da. Pünktlich. Obwohl er Franzose ist. Was wohl zwischenzeitlich passiert ist? Alfons (alias Emmanuel Peterfalvi) schildert seine Reise in die Vergangenheit mit einem liebevollen Blick für die schönen, bemerkenswerten kleinen Momente in dieser verrückten Welt. Und daß es die nicht nur im Paris seiner Kindheit, sondern auch im Deutschland der Gegenwart gibt, belegt er mit einigen seiner Reportagen: Nacktwandern, Tuning-Messe, Hundeschau... Wo die nur bleiben? Werden sie überhaupt erscheinen?

 
DO 12.10.
Hans Well & Die Wellbappn
Schneller!
Bayerischer Heimatsound & brisante Themen
 
Nach seiner Trennung von den "Biermösl Blosn" wußte Hans Well zunächst nicht so recht, wie's weitergehen soll. Bis ihn seine zwischenzeitlich erwachsenen Kinder Sarah (25), Tabea (24) und Jonas (21) fragten, ob er nicht Lust hätte, es einmal mit ihnen zu versuchen.
Gesagt, getan! Die neue Formation aus dem Clan der Musikerfamilie Well sind Die Wellbappn. Mit klarer Aufgabenverteilung: Papa darf texten, die Kids zwingen ihn durch komplizierte Vertonungen zum Üben seiner Instrumente, er rächt sich durch komplizierte Strophen, die Sarah (Bratsche, Akkordeon, Saxofon, Ukulele, "Regenmacher"), Tabea (Geige, Mandoline, Gitarre, Bariton, Alphorn) und Jonas (Kontrabass, Trompete, Tuba, Scherrzither, Ukulele, Bouzouki, Gitarre, Alphorn) aber nach 3maligem Durchsingen perfekt können. Hans nicht! Doch inzwischen freut er sich, daß die Jungen ihn "alten Dackel" noch mitspielen lassen!
Schneller! Die geniale Mischung aus Volksmusik und Kabarett. Loses Mundwerk statt Bappn halten! Super Unterhaltung mit witzig-absurden, bissig-bösen, politisch-brisanten Themen und zünftig-bayerischer Musik. Von der kernigen "Wiesngaudi" über das brutale "Freundschaftsspiel" und die selbstgefällige "Hoene$$ Pa$$ion" zur "SchutzMacht": "Nierenschützer" schützen d'Niern, Ohrenschützer d'Ohrn... Pegida schützt Europa, behauptns, vor Islamisierung, Denken schützt vor Blödheit und Nationalisierung!" Rotzfreche, aufmüpfige, widerborstige, subversive Realsatiren des "Niedertrachtentums". Der frisch-fröhliche Gegenwind! Well: narrisch guad!!!
 

 
DO 12. – SA 14.10.
Hans Gerzlich
Und wie war Dein Tag, Schatz?
Neues Programm: Bürogeflüster
 
Lägen Sie bei einer Beerdigung eigentlich lieber im Sarg statt die Totenrede halten zu müssen? Tragen Sie im Meeting eher locker-flockig vor oder bringt Sie die erste Rückfrage schon mehr ins Schleudern als Schneeglätte auf der Sauerlandlinie einen kasachischen LKW mit abgefahrenen Sommerreifen? Fragen, die Sie aus der Lamäng nicht beantworten können?
Kein Problem. Der gewiefte Diplom-Ökonom Hans Gerzlich nimmt Sie an die Hand und nicht nur mit ins Meeting, sondern auch in die Kantine, in die Kaffeeküche, ins Vorstellungsgespräch... und macht Sie mit seinen Karrierezielen vertraut. Kurzfristiges Ziel: Feierabend. Langfristiges Ziel: Wochenende. Denn er weiß, warum Sie in Bewerbungsgesprächen auf jeden Fall rotzfrech auftreten sollten, wieso Sie Stellenanzeigen wie Reiseprospekte lesen müssen und weshalb iPhone-Nutzer mehr Sex haben.
Und wie war dein Tag, Schatz? Das neue Kabarett-Solo des Gelsenkirchener Schreibtischtäters, der staubtrocken und bleistiftspitz Arbeitswelt, Politik und Gesellschaft seziert, gewürzt mit Bonmots aus seinem früheren Leben, angereichert mit unentbehrlichen Informationen und brillanten Analysen. Eine satirisch-geistreicher Büro-Alltags-Exkurs der Extraklasse. Politisch. Polemisch. Komisch. Wirtschaft kann so witzig sein!

 
FR 13.10.
Deutscher Kleinkunstpreis 2003
Nessi Tausendschön
Knietief im Paradies – Die mit dem Wort tanzt
Aktuelles Programm: Skurril-poetisches MusikTheaterKabarett
 
Gitarre: William Mackenzie
 
Wollen Sie hören von Schein und Sein, Himmel und Hölle, "Knietief in der Scheiße" und "Mitten im Paradies"? Dann kommen Sie nicht an ihr vorbei: an Nessi Tausendschön, gebieterische Torwächterin des Paradieses und Göttin des gerechten Zorns, aber auch Trägerin diverser gewichtiger Kleinkunstpreise.
Von Nessis Wohlwollen und ihrer beginnenden Altersmilde hängt ab, ob Sie hineindürfen ins Paradies oder draußen bleiben müssen. Draußen tummeln sich die Machtgeilen, Dünkelhaften, die Gierigen, Geizigen. Draußen bleiben auch die Verzagten, die knietief im eigenen Misthaufen stehen, weil sie Angst vor kalten Füßen haben.
Hinein dürfen die Eigenwilligen, die nicht anstehen, die Randständigen und Liebeshungrigen, die Equilibristen und gefallenen Engel, diejenigen, für die Sackgassen, Engpässe und Fehlschläge des Lebens und der Liebe tägliches Brot sind und die das Leuchten hoffentlich trotzdem nicht verlieren.
Mit einem Übermaß an Jubel, Zorn, Energie und Spielfreude singt Nessi Tausendschön das hohe Lied von den kleinen Wahrheiten des Lebens, Zeitgeist und Politik für ein Lächeln, das Augen und Stimme zum Strahlen und Verschwundenes zurückbringt. Außerdem sollte wohl noch erwähnt werden, daß sie – gleich nach Anke Engelke – die zweitwitzigste Frau in diesem unseren Lande ist.
 

 
SA 14. & SO 15.10.
Deutscher Kleinkunstpreis 1990
Lisa Fitz
WELTMEISTERINNEN – gewonnen wird im Kopf
Das aktualisierte Kabarett-Solo
 
Was verbindet die Putzfrau Hilde Eberl, die Feministin Inge von Stein, die CSU-Abgeordnete Gerda Wimmer und Geheimagentin Olga Geheimnikowa? Die Vier sind Weltmeisterinnen in ihrem Universum. Egal, ob's um Bodenhaltung für Freilandhühner, Verarbeitung von Fuchs im Döner, Verschwörungen, Späh-Skandale, um Fußball oder Männer geht, jede Weltmeisterin hat ihren Standpunkt, ihre Sicht der Dinge und natürlich das ultimative Geheimrezept für soziales und privates Miteinander – das Funktionieren der Welt.
Hilde, Inge, Gerda und Olga wissen genau, wo's hakt, in Gesellschaft, Ehe oder Politik, sie sagen, was Kindern, Kerlen, Frauen und Staatslenkern in den 10er Jahren des 21.Jahrhunderts fehlt.
Lisa Fitz, politische Kabarettistin, Schauspielerin, Autorin, Komödiantin, steht als Sproß einer Künstlerfamilie seit mehreren Jahrzehnten auf der Bühne. Mit Herzblut. Wut und Mut. Sie ist blond, aber nicht blöd – und nimmt kein Blatt vor den Mund. Frisch-frech-fröhlich, verdammt komisch, sexy und charmant, dann wieder bayerisch-rustikal und derb-direkt, walzt sie mit apokalyptischer Wortgewalt temperamentvoll nieder, was ihr stinkt, und singt subtil-hinterfotzige Lieder dazu. Weltmeisterlich!

 
Vertrixt nochmal!
Witziges Zauberspektakel
von und mit Frieder Fizz
für Kids von 4 – 10
und ihre Eltern
 
"Zauberzeit":
 
SO 15.10. / 11 Uhr
 
Vertrixt nochmal! Die Kunststücke, die Frieder Fizz mit seinen Zauberlehrlingen aus dem Publikum macht, sind total verflixt. Knoten im Zauberseil zum Beispiel. Die wollen nicht erscheinen. Aber auch nicht verschwinden! Dafür wechseln sie die Farbe, wandern lustig zwischen Tüchern hin und her oder landen sogar im Zauberstab!
Und die geplante magische Erscheinung im Zauberhut? Nix zu sehen!
Zum Glück gibt's ja Omas Pudelmütze. Obwohl: Was mit der alles passiert, ist so echt nicht geplant.
Typisch Frieder!
Und seine Zauberuhr wird natürlich immer dann unsichtbar, wenn alle wissen wollen, ob noch genug Zauberzeit ist...
Vertrixt nochmal! Viele der lustigen Zauberspäße finden nur deshalb ihr erfolgreiches, wenn auch unerwartetes Ende, weil alle Kinder kräftig mithelfen. Und immer sind Zaubersprüche, Zauberstäbe und Zaubersalz, die alle fleißigen Zauber-Assistenten gemeinsam aus der Luft schnappen, die Rettung für so manch ausweglose Situation.
Dafür zaubert Frieder – "Simsalabim!" – dann für jedes Kind eine Zauberurkunde, die alle mit nach Hause nehmen dürfen.



 
 
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