« Archiv

Newsletter unterhaus 06.11. bis 12.11.2017


MO 6.11.
Basta
Freizeichen
Das aktuelle A-Cappella-Programm
 
5 Männer, rund 150 Songs und 16 Jahre Bandgeschichte: Stimmgewaltiger denn je und mit gewohnt viel Humor sind Basta zurück im unterhaus. Die Zeichen stehen auf Aufbruch: "Freizeichen" heißt das A-Cappella-Programm und die gleichnamige 8. CD.
Mit unübertroffenem Sprachwitz, eingängigen Melodien und dezenten Choreographien tanzen und singen sich die Kölner Charakterköpfe durch die wichtigsten Themen der Menschheit, von "Laktosetolerant" bis hin zu "Ein kleines bisschen Hass", "Anna lässt sich scheiden"... oder dem humoristisch handfesten Fortpflanzungsreggae "Nachkommen".
Typisch Basta eben, von ein bißchen philosophisch bis zu ganz schön sarkastisch, von ein klein wenig melancholisch bis zu ausgelassen heiter. Aber immer mit umwerfender musikalischer Bandbreite. Basta!

 
MO 6.11. / 18 Uhr
Otto-Schott-Gymnasium
in between
nach "Frühlings Erwachen" von Frank Wedekind
es spielt: die Oberstufen AG
 
Spielleitung: Bettina Hahn
 
Endlich richtig Party, knutschen und hoffentlich noch mehr, endlich frei sein, anders sein, selbst bestimmen! Sie sind cool, zu allem bereit – immer irgendwie "in between". Zwischen täglichem Schulstreß, Konflikten mit den Eltern und wildem Alltag erleben Jugendliche die bisher aufregendste Zeit: das Erwachsenwerden. Und balancieren auf dem schmalen Grat ihrer Emotionen: Versagensängste, Selbstzweifel, die erste große Liebe...  Und laufen jederzeit Gefahr, abzustürzen...
Die Schicksale der Jugendlichen in Wedekinds Kindertragödie sind bis heute von berührender Aktualität. So wurde "Frühlings Erwachen" als Ausgangspunkt genommen, um das Stück aus heutiger Perspektive zu befragen und neu zu erzählen.

 
DI 7. & MI 8.11.
Deutscher Kleinkunstpreis 2015
Martin Zingsheim
aber bitte mit ohne
Neue Ein-Mann-Show jenseits aller Schubladen
 
Besitzstreben und Konsumrausch waren gestern. Heute ist Verzicht der wahre Luxus. Wer was auf sich hält, sagt 'nein' – am besten zu allem. Vorausgesetzt, man kann es sich leisten. Echte Hobbyasketen verzichten eigentlich auf alles: Fleisch, Laktose, Religion... Überzeugungen. Auch analoge Bücherwände sind nur Staubfänger für Angeber aus dem letzten Jahrtausend. Wie der Privatbesitz von Autos, Fahrrädern und Partnern. Puristen sharen [schäähren]: Geteiltes Leid ist halbes Leid; und Eigentum verpflichtet. Man kann trotzdem alles auf der Welt haben. Jedenfalls mit ohne.
Martin Zingsheim, die Jeanne d’Arc der neuen asketischen Trendsportart, hat sich freigemacht. Von allem. Ein Mann. Ein Mikro. Kein Gedöns, kein Gesang, keine Pyrotechnik. Denn alles, was Du hast, hat irgendwann Dich. Relevanz braucht keine Requisiten.
Wenn Überflußgesellschaften aber einen auf Askese machen, ist das Leben häufig voller Widersprüche. Die eigene Meinung hat man von anderen, zweitägige Fernreisen werden in fair gehandelten Öko-Klamotten angetreten und übers Wochenende geht's flott zum Nachhaltigkeits-Workshop nach Kopenhagen, weil da alle so bewußt sind in Schweden.
"aber bitte mit ohne": das brandneue Solo des mit Preisen überhäuften Comedians aus Köln, in dem er sprachlich brillante Komik und rasante Gags mit kritischer Tiefenschärfe zu verbinden weiß. Zingsheim ist wie Philosophie – mit Witzen statt Fußnoten. Dadurch deutlich lustiger!!!

 
DI 7.11.
Christof Spörk
Am Ende des Tages
Deppat gscheites Musikkabarett aus Österreich
 
Jetzt mal unter uns: Ich bin mir sicher. Das kriegen wir schon irgendwie hin. Letztendlich zählt doch die ganz große Vision! Und falls die Welt wirklich aus den Fugen gerät? Mein Gott, man kann immer noch Fußball schauen, Rasenmähen oder Kinder machen. Die haben dann zumindest was zum Ausbaden.
Am Ende des Tages.
Christof Spörk, der frühere "Global Kryner", promovierter Politik- und Musikwissenschaftler, schweigt nicht. Im Gegenteil. Er singt es laut heraus. Als Familienvater, Mitte 40, wohnhaft im Burgenland und mit 4 "Kindern mit Migrationshintergrund", erlebt man so manches. Als Musikkabarettist nimmt man Keyboard, Ziehharmonika und Klarinette mit auf die Bühne und spricht über Themen wie Einkaufen in häßlichen Gewerbeparks, die Zentralmatura, den politischen Rechtsruck oder die Exits in der EU.
Seine wahre Liebe aber gehört den Gedichten, dadaistisch – mit und ohne Geschichten. Er reimt Furz auf Trump und Trump auf gern, liebt Putin wie Brexit, Grexit, Dexit... und reflektiert die große Weltpolitik: "Politiker haben es nicht verdient, daß man sich über sie lustig macht." Mit offenen Ohren und wachem Geist – bis zum "Ende des Tages!"

 
MI 8.11.
Lisa Eckhart
Als ob Sie besseres zu tun hätten
Sensationelles Kabarett-Solo
 
Sie ist schön, schlank, grazil, modisch top-up-to-date, 'falcoesk' – mit Schmäh und Schmackes, der Shooting-Star des Kabaretts, dabei ganz schön provokant, eloquent, spöttisch, sarkastisch, politisch inkorrekt – Attribute, die das erste Solo der aus Graz stammenden SlamPoetin nur unzureichend beschreiben. Lisa Eckart reibt sich, maliziös lächelnd, am vermeintlich Glatten, bis die Oberfläche ihre wahre rauhe Fratze offenbart.
Verehrte Menschen und jene, die sich für solche halten! Hereinspaziert! Zu einem Abend feinster Verstörungstheorien! Mit Performance und Texten so gnadenlos wie der Katholizismus und so wortgewandt wie eine Nationalratssitzung.
Entdecken Sie die verborgenen Zusammenhänge zwischen ISIS und ÖSIS, Rassenhaß und Angela Lansbury, DJ Ötzi und Joseph Goebbels! Spähen Sie in eine Schulstunde des ersten Mobbing-Unterrichts! Erfahren Sie die Lösungen sämtlicher irdischen Probleme und Ungerechtigkeiten! Lösungen, die so unmenschlich sind, daß sie wirklich funktionieren könnten! Viele von Ihnen werden jetzt fragen: "Können wir das tatsächlich tun?" Was soll man sagen? Der letzte Satz der Menschheit wird nicht umsonst lauten: "Oh yes, we can!"
Glaube, Liebe, Politik und andere Taschenspielerstreiche werden liebevoll seziert, bis sich die Tragödie zur Komödie steigert in diesem stilistisch unverwechselbaren, dichten und kühnen Kabarettprogramm. Kommen Sie, trauen Sie sich. Sie gehen anschließend deutlich klüger durch die Welt – mit einem Lächeln auf den Lippen. Katzen würden Whiskas kaufen und sich im Anschluß Lisa Eckart angucken. Weil sie es sich wert sind.

 
Frankfurter Hof
FR 10.11.
Florian Schroeder
Ausnahmezustand
Das neue Kabarett-Solo
www.florian-schroeder.com

 
DO 9. – SA 11.11.
Deutscher Kleinkunstpreis 2003
Severin Groebner
Der Abendgang des Unterlands
Neues Kabarett-Solo
 
Viele Menschen sind heute verunsichert. Nichts ist mehr wie es war. Es herrscht allgemeine Orientierungslosigkeit.
Da steht man morgens auf und schon laufen ungefiltert Tweets, Posts, Links, Fotos und Fake News über den Ticker. Im Bus erzählt der Realitätsflüchtling von nebenan einem was über Wirtschaftsflüchtlinge aus der Schweiz. Im Fernsehen erklärt einem der Bundesbeauftragte für Einbildung, soziale Gerechtigkeit bedeute, daß alle gleich viele Freunde bei Facebook haben. Danach fällt der Livestream aus und man wird nie erfahren, ob nun die Römer, Robert & Carmen (die Geissens) oder Bayern München den 30jährigen Krieg gewonnen haben.
Zu allem Überfluß können wir unsere teuren neuen Badelatschen dann auch noch in die Tonne kicken, weil die Sintflut wegen verspäteter Übergabe aus dem Ausland an der Grenze abgewiesen wurde. Im Internet erfährt man von geheim gehaltenen Papierfliegern, die belegen sollen, daß Völkerrecht gar nicht das Regelwerk beim Völkerball ist. Und auch der Barkeeper der Titanic soll seinen Kummer nicht nur in Alkohol ertränkt haben. "Was", fragt man sich, während man verwirrt zu Bett geht, "macht das Abendland eigentlich am Morgen danach?"
Severin Groebner präsentiert uns das Programm zur Stunde: "Der Abendgang des Unterlands". Groebner ist Wiener und damit der richtige Mann für diese Zeiten. Denn wer kennt sich mit apokalyptischen Stimmungsaufhellern besser aus als ein Wiener? Eben! Kommen und sehen Sie das Service- & Survival-Programm für den okzidentalen Orientierungslosen. Ein echter Happycalypso – für die richtige Portion Übermut beim Untergang.

 
DO 9. – SA 11.11.
Deutscher Kleinkunstpreis 2011
Frank Lüdecke
Über die Verhältnisse
Aktualisiertes Kabarett-Solo
 
Bedeutet Chancengleichheit, daß der Langsamste die Reisegeschwindigkeit aller bestimmt? Könnten sich noch mehr Menschen in Deutschland ehrenamtlich engagieren, wenn es bezahlt würde? Sind staatliche Schulen die AOK des Bildungswesens? Heißt es noch "Familie"? Oder schon "WhatsApp-Community"? Und was ist heute politischer: Wählen gehen oder Äpfel aus der Region kaufen?
Frank Lüdecke redet "Über die Verhältnisse" und wirft einen vergnüglichen Blick in die Seele zivilisationsgestreßter Mitteleuropäer. Das Digitale, die Demokratie, Europa – all das kann Spuren von Pointen enthalten. Und jede Menge Hoffnung. Denn bei allen Schwierigkeiten sollten wir nicht vergessen: es ist doch für alle genug Schaum auf dem Cappuccino!
Lüdeckes politisches Kabarett macht Anleihen bei der Philosophie, verwendet Musik und lehnt Originalität und Unabhängigkeit nicht von vornherein ab. "Über die Verhältnisse" ist hintersinnig, trotzdem witzig und unterhaltsam. Von und mit einem Berliner Querdenker aus der ersten Riege des deutschen Kabaretts. Er war Hauptautor für Dieter Hallervorden, schreibt satirische Theaterstücke und Kolumnen, war Künstlerischer Leiter der "Distel", viele Jahre Dauergast beim "Scheibenwischer" und verläßt immer wieder gängige Kabarett-Schienen, um sich so seinen eigenen Weg durch das aktuelle Themengestrüpp zu bahnen. ELITE-Kabarett für ALLE. Vom Feinsten!

 
Vertrixt nochmal!
Witziges Zauberspektakel
von und mit Frieder Fizz
für Kids von 4 – 10
und ihre Eltern
 
"Zauberzeit":
 
SO 12.11. / 11 Uhr
 
Vertrixt nochmal! Die Kunststücke, die Frieder Fizz mit seinen Zauberlehrlingen aus dem Publikum macht, sind total verflixt. Knoten im Zauberseil zum Beispiel. Die wollen nicht erscheinen. Aber auch nicht verschwinden! Dafür wechseln sie die Farbe, wandern lustig zwischen Tüchern hin und her oder landen sogar im Zauberstab!
Und die geplante magische Erscheinung im Zauberhut? Nix zu sehen!
Zum Glück gibt's ja Omas Pudelmütze. Obwohl: Was mit der alles passiert, ist so echt nicht geplant.
Typisch Frieder!
Und seine Zauberuhr wird natürlich immer dann unsichtbar, wenn alle wissen wollen, ob noch genug Zauberzeit ist...
Vertrixt nochmal! Viele der lustigen Zauberspäße finden nur deshalb ihr erfolgreiches, wenn auch unerwartetes Ende, weil alle Kinder kräftig mithelfen. Und immer sind Zaubersprüche, Zauberstäbe und Zaubersalz, die alle fleißigen Zauber-Assistenten gemeinsam aus der Luft schnappen, die Rettung für so manch ausweglose Situation.

Dafür zaubert Frieder – "Simsalabim!" – dann für jedes Kind eine Zauberurkunde, die alle mit nach Hause nehmen dürfen. 


+++ neu +++ neu +++ neu +++ neu +++

unterhaus im unterhaus
MI 28.2.2018
Michael Feindler
Artgerechte Spaltung
Neues Programm vom Lyriker unter den Kabarettisten
www.michael-feindler.de
Karten: € 17,- / ermäßigt 12,- (zzgl. VVK-Gebühr)

+++ neu +++ neu +++ neu +++ neu +++
 




 
 
© phpList limited | phplist