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Newsletter unterhaus 13.11. bis 19.11.2017


MO 13. – MI 15.11.

Simone Solga
Das gibt Ärger!
Das neue Kabarett-Solo
 
Die Zeit ist reif! Jetzt geht die Party richtig los. Die Kanzlersouffleuse läßt alle Hemmungen fallen. Simone Solga rechnet endgültig ab mit ihrem Arbeitgeber, denn was Berlin mit Deutschland macht, das haut den stärksten Gaul um. Politisch korrekt war gestern, und so steht jetzt schon fest: Das gibt Ärger!
Klare Aussprache, schnelles Reaktionsvermögen, Fähigkeit zur geschmeidigen Meinungsanpassung – bisher für die Souffleuse kein Problem. Ost-Vergangenheit kein Hinderungsgrund, tadelloses Führungszeugnis. Einst noch als "politische Sackkarre" oder "machtgeile Flüstertüte" beschimpft, wurde sie schnell befördert zur "Pille" der Merkel, weil sie ganz Schlimmes verhütet. Doch wenn die Kanzlersouffleuse auspackt, kann Berlin einpacken. Man weiß ja, wo das endet: Vorm Untersuchungsausschuß. Oder in der Badewanne!
Begleiten Sie die Solga live an ihre Grenzen und noch ein Stück weiter. Und wenn Sie sich auf dieses Abenteuer einlassen, sind Sie nicht mehr einfach nur Steuerzahler, nein, Sie werden Komplize, Weggefährte, Seelenfreund und Fluchthelfer. Und Sie werden Lachen! Versprochen. Über aktuelles, exklusives, explosives Kabarett.
Wer nicht lachen konnte, bekommt sein Geld zurück. (Formular bitte vorher einreichen: Berlin / Kanzleramt / z. Hd. Kassenwart Schäuble / gez. Solga)
Das sind doch mal gute Aussichten!
 
Preisträgerin des Deutschen Kleinkunstpreises 2018 in der Sparte Kabarett !

 
DI 14.11.
 
Alfred Mittermeier
Ausmisten!
Aktualisiertes Programm: Politisch-satirisches Kabarett
 
Es war einmal die Erde. Erschaffen in 5 Tagen als paradiesischer Garten ohne Sünde. Kurz vor dem Wochenende schöpfte der liebe Gott noch schnell den Menschen und machte ihn zum Gärtner. Adam liebte seine Eva, hatte allerdings keine andere Wahl. Eva hatte die, legte aber verbotenerweise einen Obsttag ein und erschuf dadurch die Sünde. Seitdem geht’s bergab!
Wir leben in Zeiten, in denen sich Klarheit, Übersicht und Vernunft verabschieden. Mitten im Garten Eden wächst das Chaos. Der Schädling fühlt sich wohl, Unkraut gedeiht, Neurosen blühen. Hüben wie drüben, Kraut und Rüben! Besorgte Bürger besorgen es sich selbst, indem sie besorgniserregende Politiker zu Staatsmänner/Innen wählen. Die Mitte rückt nach rechts, weil sie nicht mehr weiß, wo vorn und hinten ist. Der Gutbürger als Wutbürger. Der Garten verwildert, das Gestrüpp wird zum Dickicht. Es stinkt zum Himmel.
Zeit zum Ausmisten! Mit dem Beil der Satire und der Sense des Humors holt sich Alfred Mittermeier die Mistmacher aus dem Garten. Es wird geackert, gegabelt, geschnitten und gefällt, bis daß der letzte braune Ast gehäckselt ist und das ewige Licht leuchtet. Eine abendfüllende Schererei, bei der selbst der Künstler licht wird. Darauf ein Helles!

 
MI 15.11.
 
Sascha Korf
Aus der Hüfte, fertig, los!
Neues Impro-Comedy-Kabarett-Solo
 
Aus der Hüfte, fertig, los! Der Spontanitäts-Weltmeister aller Situationen hat ein neues Solo; ein Feuerwerk herrlich absurder Geschichten und wichtiger Fragen. Wann kamen eigentlich Quinoa und Chia in unser Leben und warum? Welchen Sinn macht ein koffein- und laktosefreier Cappuccino mit Stevia? Wieso gibt es inzwischen über 4.000 Teesorten, davon 500 für die flotte Verdauung?
Mit überschäumendem Temperament, davon hat der in Detmold geborene Halbspanier viel, fängt "Speedy Korfzales" an zu parlieren. Darum geht's ihm. Um's Sprechen! Weil die Menschen verlernt haben, miteinander zu reden. Alle kommunizieren nur noch mit Statusmeldungen und Emojis. Wir können uns millimetergenau orten, unsere Schritte und Pulsfrequenz zählen lassen oder unser Leben lang Fantasy-Serien streamen. In Sekundenschnelle. Schaffen es aber nicht, Freunde zum Geburtstag anzurufen, neuen Nachbarn Brot und Salz zum Einzug zu schenken oder dem Fremden zu sagen, daß seine Sprache sich schön anhört. Die Turbo-Zunge aus Köln echauffiert sich über das aktuelle politische Geschehen, diskutiert über Online-Supermärkte ohne Regale, Hotlines mit kalten Ratschlägen oder Burn-Out-Pilger mit Navi und Luxuszelten. Nicht ohne die neusten Updates zur aktuellen Lage des deutschen Fernsehens.
Sascha Korf in seinem Element. Der Erfinder des energetischen Spontan-Kabaretts mit Lachgarantie (Stand-Up-Comedy & Interaktion) macht charmant, blitzschnell, schlagfertig-schlau den ganzen Saal zur Bühne und nimmt die Zuschauer (tatsächlich) an die Hand, um sie in seine Welten zu entführen.  Ein superkomisches Programm ohne Netz und doppelten Boden – Aus der Hüfte, fertig, los!

 
DO 16.11.
 
Stephan Bauer
Vor der Ehe wollt' ich ewig leben!
Pointenpraller Mega-Spaß
 
Kennt jeder: die Müdigkeit in der Beziehung. Wenn man nach 10 Jahren ratlos in das Gesicht des Partners schaut und sich klar wird: "Vor der Ehe wollt' ich ewig leben!" Fast jeder hatte doch Träume, von einem glücklichen und erfüllten Dasein. Was ist davon übrig? Mit 25 heiratet man den Menschen, der einem den Verstand wegbu... – – um mit 50 festzustellen: Es ist ihm gelungen!
Aber ist die Ehe trotz hoher Scheidungsraten wirklich überholt? Sind Single-Leben, Abendabschlußgefährten und Fremdgehportale im Netz eine tragfähige Alternative? Ist die Institution Ehe zu modernisieren?
Männern ist heute nicht wichtig, daß Frauen kochen können; sie sollten keine guten Anwälte kennen. Ohnehin weiß Mann inzwischen: Wer oben liegt, muß spülen. Eine ausgeglichene Beziehung ist das A und O: Einer hat Recht, der andere ist der Gatte.
Doch die Ehe hat auch gute Seiten. Man kommt nach Hause und kennt die Bezugsperson, die einen ablehnt. Eine Ehe muß auch nicht langweilig sein. Man kann Lebensversicherungen aufeinander abschließen, dann hat sie die tolle Spannung, wer gewinnt. Es müssen eben Regeln eingehalten werden. Die wichtigste: Treu sein. Können nicht viele. Warum? Bei Tieren funktioniert das perfekt. Pinguine sind sich ein Leben lang treu, aber die sehen halt alle gleich aus...
Sunnyboy Stephan Bauer geht mit gutem Beispiel voran, hat sich (nochmal) getraut getreu dem Motto: "Heiraten ist Dummheit aus Vernunft." – "Wir sind 6 Jahre zusammen, streiten viel, haben wenig Sex, dann können wir es auch offiziell machen." Ein sympathischer Fiesling kommt charmant exakt auf den Punkt, sein Solo ist – wie stets – ein pointenprall-spritziger Mega-Spaß und offene Abrechnung, giftig, witzig, respektlos, rotzfrech und – saugut!!!

 
FR 17.11.
 
Deutscher Kleinkunstpreis 2010 (Erstes Deutsches Zwangsensemble)
Mathias Tretter
POP
Das neue Kabarett-Solo
www.mathiastretter.de
Karten: € 22,- / ermäßigt € 17,- (zzgl. VVK-Gebühr)
 
"In the future, everyone will be world-famous for 15 minutes." Andy Warhol meinte es tatsächlich ernst, als er jedem diesen Quatsch versprach. Aus den 15 Minuten sind ja längst 140 Zeichen geworden. Zwar wird auch damit niemand zwingend berühmt, aber mitunter zumindest US-Präsident.
Was mit Casting-Shows begann, erreicht in Donald Trump nun endlich seinen sturmfrisierten Höhepunkt: Das Zeitalter des Amateurs. Blogger sind die neuen Journalisten, Hipster die neuen Bierbrauer, AfDler die neuen CDUler. Sänger kriegen den Literatur-Nobelpreis, Kinder erziehen ihre Eltern, das Oval Office ist der neue Hobbykeller. Und außenrum und untendrunter die Welt, die schlingert, daß es selbst den Profis schlecht wird. Die Zehner-Jahre: Dilettanz auf dem Vulkan.
Die Auskenner dagegen heißen "Lügenbresse" und "verschisenes Estäplischment" (sic! – wenn Rechte schreiben, führt das nicht zu Rechtschreibung). Einst hat man seine Mängel kaschiert, heute versteckt man seine Fähigkeiten. Wer Adorno zitiert, gilt als großkotzige Elitesau. Aber wenn man sagt: "Adorno? Sie meinen den neuen Fünftürer von VW?" – dann ist man im Gespräch.
David Bowie, Prince, Leonard Cohen und George Michael mußten einfach sterben in dem Jahr, in dem alles Pop wurde. Mathias Tretter ist noch da. Lebendiger denn je, böse wie nie, mit dem Programm der Stunde: Pop – Politkomik ohne Predigt. Von einem Profi oraler Präsenz.
Mit Plödeleien oberster Populistik. Peziehungsweise, ohne Pescheidenheit: 150 Minuten Ruhm.

 
FR 17. & SA 18.11.
 
Nick Benjamin
& Trio Vagabondoj
...da sagt der Blau zum Grün...
KlezmerGeschichten
 
"Gott lacht mit seinen Geschöpfen, nicht über seine Geschöpfe." So steht es im Talmud. Eine wichtige Voraussetzung für den jüdischen Humor, oft ein "Humor der Unterdrückten", dennoch gespickt mit Selbstironie, Stolz und Selbstsicherheit. Mit Spott, Respektlosigkeit und bissigem Witz ist er fast immer eine Verteidigung der Menschlichkeit gegen jede Ideologie, Gewalt und engstirnige Gesetzlichkeit.
Moische liegt im Sterben. Die Familie hat sich um sein Bett versammelt. Er fragt mit schwacher Stimme: "Sarah, meine Frau, ist mein Sohn Berl da?" "Ja, er steht neben dir", schluchzt sie. "Und wo ist meine Tochter Rivka?" "Hier bin ich, Vater!" "Und wo ist meine zweite Tochter Esther?" "Ich bin hier, Vater." "Und wo ist Benjamin?" "Ich bin auch hier", sagt Benjamin sanft und leise. Da richtet sich Moische plötzlich auf, öffnet die Augen und fragt entsetzt: "Und wer steht im Geschäft???"
"...da sagt der Blau zum Grün..." Klezmer und Geschichten.
Nick Benjamin, Sprecher, Moderator, Schauspieler, Sänger, Musiker, Komponist, Texter, Fastnachter, Liedermacher, Troubadour der Neuzeit, ist ein echtes Allround-Talent, der tief in sein Schatzkästchen gegriffen hat und die Jiddischen Witze und Anekdoten schelmisch und spitzbübisch erzählt. Und das Trio Vagabondoj, Bodo Scheer (Klarinette), Ralph Hanl (Gitarre) und Matthias Schütz (Tuba) spielt mit Verve Klezmer dazu, "Der Shtiler Bulgar", "Yiddisch Charleston", "Bublitchki"..., Musik, die so vieles in sich vereint: Trauer, Verfolgung, Unterdrückung, Tod, aber auch überbordende Lebensfreude in Tanzliedern, Liebesliedern, Wiegenliedern oder Hochzeitsliedern. Und spätestens, wenn die Vier zusammen "Jerusalem" spielen, herrscht absolutes Gänsehaut-Feeling. 

 
SA 18.11.
 
Konrad Beikircher
Passt schon!
Neues Kabarett-Solo
 
Es gibt viel zu erzählen, sogar mehr als früher! Die Zeiten werden immer komplizierter; keiner blickt mehr durch, alle verstecken sich zunehmend mehr in der Überschaubarkeit der Gegend, in der sie leben. Heimat ist angesagt! Da liegt es auf der Hand, daß Konrad Beikircher, hochspezialisierter Experte für Dialekte, schaut, worin sich die Landschaften unterscheiden. Und wenn der Mensch so ist, wie er spricht, haben viele Regionen ganz ganz schlechte Karten!
Man erfährt viel über Leute, wenn man hinhört, worüber sie lachen. Jedes Gebiet hat zum Beispiel seine eigenen Witze, weil es seine eigenen Köpp hat. Oder haben Sie je erlebt, daß ein Kölner sich über eine Määnzer Büttenrede schiefgelacht hätte? Ich nicht! Und: wie sieht's bei jungen Leuten aus (vorweg schon mal: sowas von traurig, ui ui ui!), wie beim Schwaben, Sachsen und und und?
Und weil der Beikircher mitten im Leben steht, auch im vernetzten, plaudert er freiweg übers Älterwerden und Jungsein müssen und über die ganz Jungen, die überhaupt nix peilen. Irgendwie paßt das schon alles, wenn auch nur irgendwie. Das Rheinische hilft, klar, ist aber nicht mehr im Vordergrund – auch schön, oder?! Das vitale Frauen-Traum-Duo "Walterscheidt–Roleber" kommentiert böse das Zeitgeschehen, was ja ohnehin die Spezialität dieser giftigen Bäckersgattin war – und ist! Nach dem Motto: "Brexit, Brexit! Ich hätte schon vor Jahren den Stöpsel aus der Insel ziehen sollen, dann hätten wir Brex-Under gehabt und fertig!" Und wenn Trump Präsident bleibt, wird sicherlich über diverse Drecksäcke zu sprechen sein. Beikircher in Bestform. Sie sehen: "Passt schon!" Irgendwie!

 
SO 19.11.
 
Tod unter Gurken – live!
Kabarett trifft Krimi
mit Kai Magnus Sting & Konsorten:
Henni Nachtsheim, Markus Paßlick & Henning Venske!
 
Privatier und Hobbydetektiv Alfons Friedrichsberg hat nichts zu verlieren: er ist alt, intelligent, trinkt gern, ißt noch lieber und hat stets das letzte Wort. So verbringt er seine Zeit und freut sich über alles Abwegige und Mörderische, was seine Neugier weckt. Deshalb steckt er seine Nase auch immer wieder in Dinge, die ihn eigentlich nichts angehen: falsch zusammenmontierte Körper, die öffentlich ausgestellt werden, das blutige Verschwinden eines roten Drachens, ein Verrückter, der in seinem Keller Leichen sammelt, eine tot im Kaminzimmer sitzende Erbengemeinschaft, ein Mann, der am Schreibtisch seines Arbeitszimmers ertrinkt, ein scheußlicher Fund unter den Ruinen eines alten Hauses, eine explosive Weihnachtsgans, ein Autor, der im Wahn seine Kritiker meuchelt... oder ein Tod, der dringend Erholung braucht.
Das ist sein Leben! Alfons blickt, unterstützt von seinen Freunden Jupp Straaten und Willi Dahl, munter in die Abgründe des Alltags und seiner Mitmenschen. Denn nichts liegt ihm näher als ein heimtückischer Mord.
Tod unter Gurken! Live im unterhaus. Phantastisch gesprochen und gespielt von einem unschlagbaren Team, was Humor, Kauzigkeit und Spannungsaufbau betrifft: Kai Magnus Sting, Henning Venske, Henni Nachtsheim! Und der Perkussionist Markus Paßlick setzt feinste akustische Akzente. Kabarett trifft Krimi! Dazwischen viel Raum für Improvisation. Grotesk, witzig, makaber, skurril! Ein einmaliger Abend! "Ein mörderischer Unfug! Kai Magnus Sting ist der Papst des Gemetzels." (Henning Venske)

 
Professor Humbug
und der Rheinstromschnellenwellenenergieeffekt
Ein Figurentheaterstück garantiert nicht nur für Kinder ab 6 Jahren
von und mit
Dietmar Bertram
Compagnie MaRRAM
 
Regie: Michael Kloss (klappmaul-Theater)
 
SO 19.11. / 11 Uhr
 
Für Professor Humbug, den berühmten Wissenschaftler, geht ein Lebenstraum in Erfüllung: er soll für seine Energie-Forschung über den Sparlampenleuchtstoffröhrendiodenfisch mit dem Weltmegawattpreis geehrt werden. Oh – wie wunderbar!
Doch die Freude des Professors wird getrübt: Partout, sein französischer Assistent, sonst so pfiffig, hat die Einladung verschlampt!
Als diese per Zufall wieder auftaucht, ist's höchste Eisenbahn: Die Ehrung ist schon in wenigen Stunden… an einem abgelegenen Ort… hunderte Kilometer entfernt! Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt…
 
Nach "Professor Humbug und der Sparlampenleuchtstoffröhrendiodenfisch" haben sich der Mainzer Puppenspieler Dietmar Bertram (Sieger des ersten Mainzer Puppetry Slam) und Regisseur Michael Kloss (vom legendären Frankfurter klappmaul-Theater) wieder zusammengetan und lassen die beiden forschen Forscher zu ihrem 2. Abenteuer aufbrechen, das sie diesmal auf und über den Rhein treibt, vorbei an Burgen und Schlössern, hinab in tiefste Tiefen und hinauf zu höchsten Höhen!
 
Aber warum nur sind alle, denen sie am Rhein begegnen, so traurig? Das kann so nicht weitergehen, beschließen Humbug und Partout – und sorgen für Kaskaden des Glücks…
 



 
 
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