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Newsletter unterhaus 20.11. bis 26.11.2017


MO 20. & DI 21.11.
 
Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz
zum Deutschen Kleinkunstpreis 2015
Gerd Dudenhöffer
DEJA VU
Gerd Dudenhöffer spielt aus 30 Jahren Heinz Becker-Programmen
 
"Ich weiß gar nicht, ob ich Ihnen das schon mal erzählt habe. Bestimmt..." Er sitzt, wie immer, der Becker Heinz, die Kapp auf'm Kopp. "Allez hopp dann!" DEJA VU – die Highlights aus 16 Programmen in über 30 Jahren. Aufgewärmte Pointen herunterleiern? "Geh fort!" Nicht mit Gerd Dudenhöffer! Heinz legt stets seinen "offenen Finger in die Wunde" und verzählt Geschichten, die nichts an Brisanz und Aktualität verloren haben. Vom Nachbarn, der das Hakenkreuz an seiner Garage sofort wegwischt, weil's falsch herum gesprüht ist: "Das hätte es früher nicht gegeben!" Vom Hunde-Herrchen, dessen Pit Bull – zuerst! – eingeschläfert wird, weil er das Kind zerfleischt hat: "Laut Gericht hätte es da gar nicht spielen dürfen." Von Stefans komischem Freund, der Ballett tanzt: "Der trägt so eine rote Schleife; ich finde das ja gut, daß man die markiert."
Heinz im Sex-Shop, Heinz auf'm Klo – ohne Papier, Heinz am kalten Buffet, Heinz und die Zeugen Jehovas: "Die waren ja früher gegen die Nationalsozialisten; kein Wunder, daß heute mit denen keiner was zu tun haben will." Heinz und die Flüchtlingsproblematik: "Wenn wir so was wie ein Auffangbecken sind, dann müssen wir auch gucken, daß der Abfluß frei bleibt!" Und das alles in reinstem Saarländisch.
Dudenhöffer – das 17. Explosives Ein-Mann-Theater-Kabarett mit herzhaftem Mutterwitz, hochpolitisch, bar jeder political correktness. Hauptperson Heinz, die personifizierte Karikatur des bornierten Spießbürgers, grotesk authentisch, wunderbar-widerlich, der in beredter Unwissenheit schwätzend jedes klitzekleine Ereignis seines Alltags seziert, gekonnt auf das große Weltgeschehen projiziert, geschickt sein Publikum, das sich köstlich amüsiert, ins Vertrauen zieht, um es dann rücksichtslos in beklemmende Abgründe von betroffen machender Erkenntnis zu stoßen. Bienvenue DEJA VU. "Vestehsche!"
 
AUSVERKAUFT!
Nächter Termin 17&18.04.2018

 
MO 20.11.
 
Frank Grischek
Akkordeon. Aber schön.
Neues Programm – sein 1. Kabarett-Konzert
 
Ein Leben ohne Akkordeon? Möglich. Aber sinnlos!
Deshalb läßt der "hinreißend beleidigte Akkordeonkünstler" (Dieter Hildebrandt), auch bekannt durch zahlreiche Auftritte mit Henning Venske und Jochen Busse, seine "Borsini Superstar" nie aus den Augen. Das Instrument und sein Musiker, eine einzigartige Symbiose; besonders sind sie beide: Das Akkordeon eher melancholisch, Frank Grischek zweifelsfrei mürrisch. Doch der spielt so facettenreich, emotional und virtuos, fernab von Ziehharmonika-Volkstümeleien in den 'Mutantenstadln', daß nicht nur seine wunderbare Musik, sondern auch seine schlechte Laune, sein staubtrockener Humor und seine stoische Miene höchstes Vergnügen bereiten.
Ob Musettewalzer, Tango, Klassik oder Irish-Folk, ob "The highlands of scotland", "Minuten-Walzer" oder "Heavy Tango", von Händel, Bach, Schubert, Chopin, Piazzolla, Clayderman bis hin zu seinen Eigenkompositionen, Grischek setzt dem Superstar keine Grenzen und erklärt en passant auch noch, was ein Akkordeon mit Heizkörpern gemein und ein Siebenachtel-Takt mit Eiersalat zu tun hat.
"Ich kann nix Anderes", behauptet er – und kokettiert. Denn er kann amüsant erzählen, überzeichnen, konterkarieren. Erlebnisse zwischen Konzert und Kabarett. Akkordeon. Aber schön.

 
DI 21.11.
 
Kabarett-Bundes:Liga im unterhaus
3. Spieltag:
Paco Erhard vs. Berhane Berhane
Kabarett. Comedy. Poetry.
www.kabarettbundesliga.de
 

 
MI 22.11.
 
Bäppi La Belle
Bombenstimmung!
Satirisches. Kabarett. Comedy.
 
Premiere im unterhaus. Bäppi macht Bombenstimmung!
Er ist ein echtes Christkind, der Thomas Bäppler Wolf alias Bäppi La Belle, und gewichtiges Multitalent: Schauspieler, Travestiekünstler mit eigenem Theater, Tanzlehrer, Buchautor, Moderator, Sänger... last but not least engagierter Stadtverordneter der Stadt Frankfurt, der, nicht nur, wenn er in Rage ist (das ist er oft!), unverblümt sagt, was er denkt.
Zusammen mit dem Gabriel (Groh), seinem "Meßdiener" und – studierten – Pianisten, sind die Zwei wieder "Unnerwegs auf Kult(tour)", mit einem wahrlich einzigartigen humoristischen Programm, das Sie in das Genre Kabarett & Chanson & Comedy entführt.
Weltbekannte Perlen der Musikgeschichte, von Charles Aznavour, Marlene, Zarah ... bis hin zu Frank Sinatra.
Und für Zwischendurch gibt's prima Schmankerl: Gedichte, Reime, Nachdenkliches, von Heinz Erhardt, Heinz Schenk... nicht zuletzt von Bäppi selbst, Weisheiten, die das Leben schrieb.
Kurz & gut: Ein lustvoller Abend voller Überraschungen, den Sie garantiert so schnell nicht vergessen werden!

 
MI 22.11.
 
Sven Kemmler
Nachrufe
Kabarettistische Würdigungen
 
Ein Rückblick heißt immer auch, sich zu erinnern. An die guten, an die schlechten Zeiten. Von beidem gab es 2016 reichlich. "16 Nachrufe" ist deshalb nicht nur ein Abschied vom letzten Jahr, sondern von 16 Menschen, die gegangen sind. Menschen, die Geschichte oder Geschichten geschrieben haben.
Einige sind berühmt, wie David Bowie, Roger Willemsen, Umberto Eco, Prince, Peter Lustig, Harper Lee, Bud Spencer, Guido Westerwelle oder Hans-Dietrich Genscher. Andere nicht, ihre Namen waren nicht auf den ersten Seiten der Zeitungen zu finden.
Doch sie alle haben Fußspuren hinterlassen. Am Buß- und Bettag lädt Sven "Seven" Kemmler ein, sie noch einmal zu erleben. In fröhlichen Anekdoten, mit Blicken auf skurrile Begebenheiten und in bissigen Kommentaren erinnert er an Vergangenes und Bleibendes. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Aber immer würdevoll.

 
DO 23. – SA 25.11.
 
Deutscher Kleinkunstpreis 2010 & 2015
Matthias Egersdörfer
Ein Ding der Unmöglichkeit
Das neue Kabarett-Solo
 
Der geniale Egersdörfer hat ein neues Solo.
Aber lassen wir ihn selbst zu Wort kommen.
"Wenn ich als Kind zwei Kugeln Eis mit Sahne, einen Hund oder beispielsweise ein Maschinengewehr haben wollte, pflegte meine Mutter immer zu sagen, dies sei ein Ding der Unmöglichkeit. Dabei erhob sie ihre Arme zum Himmel und versuchte, bestürzt zu schauen. In diesem theatralischen Augenblick wußte ich, daß jetzt nur Sturheit und Gebrüll weiterhelfen konnten, um mein Ziel zu erreichen.
Vor einiger Zeit dachte ich mir: Du müßtest mal wieder ein neues Programm auf die Bühne bringen. Kaum hatte ich zu Ende gedacht, erhob ich im Zimmer die Arme zum Himmel, schaute leicht konsterniert und rief laut: 'Das ist ein Ding der Unmöglichkeit.' Meine Frau, die auf dem Sofa saß und gerade in den Fernseher schaute, in dem ein älterer Mann den Wert einer Kaffeekanne feststellen wollte, drehte sie sich zu mir um und sagte: 'Genau diese Worte denke ich mir, wenn ich dich gelegentlich ansehe.'" Deswegen also "Ein Ding der Unmöglichkeit".

 
DO 23. – SA 25.11.
 
Zärtlichkeiten mit Freunden
Rico Rohs und das Ines Fleiwa Quartett
Ein abendsprengendes Programm – Musik-Kasperett
 
April 2016. Vorstellungen werden verschoben, fallen ganz aus... Warum? Das unterhaus ist ein unterWASSERhaus, wie's Wilfried Schmickler so treffend formulierte. Betroffen auch das Gastspiel Zärtlichkeiten mit Freunden, die sich als echte Freunde erweisen und ohne großes Brimborium einfach zuhause bleiben. Der Ersatz-Termin klappte erst jetzt, 1½  Jahre später.
Freuen Sie sich auf Rico Rohs und Ines Fleiwa.
Die sind Nachbarn. Fast.
Deswegen kennen sie sich vom Sehen. Aber haben eine Art Band gegründet und spielen trotzdem nicht gut. Ines Fleiwa wird mit seinem unnachahmlichen journalistischen Türöffnergesicht den eigentlich schweigsamen Rico Rohs zum Reden bringen – und zum Singen, wie wir Ganoven sagen. Was wird zum Vortrage gebracht? Alle Geschichten, die Rico Rohs je erlebt hat, auch die Kniescheibenoperation, und ein Liebeslied, und Erinnerungen an die alte Heimat und so.
Ein abendsprengendes Programm also. Von und mit den genialen Muggern aus der deutschen Eisdielenstadt Riesa, der bekannten Band "Zärtlichkeiten mit Freunden", Stefan Schramm und Christoph Walther, ein unfaires Doppel am Scheideweg von Kabarett und Rock, von "Quatsch mit Soße", von klassischem "Musik-Kasperett", ihr selbst erfundenes Genre.
Lange Pausen! Keine Löcher. Exakt wie ein Uhrwerk verpuffen die Pointen. Unvereinbarkeiten wie Intelligenz und Sächsisch, Sächsisch und Charme und Sexyness verschmelzen zur Einheit. Folgen Sie "Zärtlichkeiten mit Freunden" in das Wunderland unendlicher Absurditäten!

 
SO 26.11.
 
Deutscher Kleinkunstpreis 2002
Luise Kinseher
Zum letzten Mal in Mainz:
Ruhe bewahren!
Das 6. Solo-Kabarett
 
"Bis bald", hat er gesagt. Wann ist bald?! Ruft er an? "Ruhe bewahren!" Durchatmen! Gestern im Hotelfahrstuhl. Ein Traummann, groß, schlank, "blaue, graue, braune Augen", für einen Künstler "zu gut gekleidet", vielleicht was "zwischen Geld und Kultur", kein Kerl für eine Nacht, eher einer, der ihr "in den 6. Stock" charmant mit "in den 7. Himmel" pariert. Der sich mit "bis bald" verabschiedet, nachdem er ihre Handynummer entgegengenommen hat.
Ruf mich an!
"Ruhe bewahren!" Aussitzen! Abtropfen lassen! Prioritäten setzen! Die Zeit rast, der Vorhang geht hoch. Publikum unterhalten! Das macht Luise Kinseher – grandios. Ihr Thema: die Zeit – mit allen Facetten, Altersarmut, CSU, Flüchtlinge, Quantenphysik, Yoga, Smartphone-Streß...
Warum hetzen wir wie die Wahnsinnigen durchs Leben, verschieben die wichtigen Fragen auf Morgen? Antwort? Gleich! Wie immer mischen ihre Bühnenfiguren kräftig mit. Helga Frese zieht alles unnötig in die Länge, weil sich Gatte Heinz mit seinem Alzheimer zeitlich nicht mehr verorten läßt. Mary from Bavary sorgt, von köstlichen Hopfen-Smoothies schon kräftig angeschickert, mit einer hochprozentigen Achtsamkeitsmeditation für absoluten Stillstand, eine neue Figur wartet ungeduldig auf ihre Erfindung! Es pressiert!

Mit ihrem fulminanten Solo spielt sich die vielfach preisgekrönte Kabarettistin und brillant derbleckende Nockherberg‐Mama-Bavaria sofort in die Herzen ihres Publikums. Exakt so lange, bis die Zeit tatsächlich für einen Augenblick stehenbleibt. Ob der Traumtyp wirklich anruft... Passt scho! 


 

Das unterhaus pro:gramm März/April/Mai & Juni 2018 ist online und

der Vorverkauf startet am 01.12.2017.

Informieren sie sich, denn Weihnachten ist nahe!




 
 
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