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Newsletter unterhaus 04.12. bis 10.12.2017


 Der Vorverkauf  März bis Juni 2018 hat begonnen!


 
MO 4.12.
Anny Hartmann
Schwamm drüber??
Das AllerLetzte zum Schluß!!
Der besondere Jahresrückblick 2017
 
"Frauen sind erstaunt, was Männer alles vergessen. Männer sind erstaunt, woran Frauen sich erinnern." (Peter Bamm)
Jahresrückblick 2017 aus weiblicher Sicht! Von Anny Hartmann. Markenzeichen: Große Klappe – viel dahinter!
20.Januar. Das Tier des Jahres 2017 steht fest: das TRUMPeltier! Eine Spezies mit erstaunlichen Fähigkeiten: es kann mit seinen kleinen Händen Beziehungen in 140 Zeichen zerstören, bringt Rechtspopulisten dazu, zusammenzuarbeiten nach dem paradoxen Motto: "Nationalisten aller Länder vereinigt euch!", schafft alternative Fakten und ist orange! Chaos. Krisen. Tollhaus White House! Attacke! Donald feuert <nicht nur> Pressechef Scaramucci (nach nur 10 Tagen) oder FBI-Chef Comney. Russlandaffäre: Wladimir schasst 755 Mitarbeiter von US-Vertretungen; "Döner-Putin" Erdoğan gibt Vollgas, säubert weiter – auf Teufel komm raus! Wahljahr 2017! Frank-Walter XII macht's: ist Bundespräsident, Uli ihm nach, wieder FCB-Präsident – beide ohne Gegenkandidaten;  SPD-Martin verursacht  Schulz-Effekt-Defekt: packt er's? Martin II feiert seinen 500sten. "Who the fuck is"... Weltfußballer  Luther Matthäus? Aus! DFB-Frauen verlieren EM-Viertelfinale. CR7: 14,7 Mill. Steuerschulden?  Bobbele Becker bankrott? "Schöne-Maid"-Tony: Marshall der Retter Deutschlands beim ESC? HW! Hotdog-Wettfressen 2017: 72 in 10 Minuten, Champ Chestnut verbessert eigenen Weltrekord um 2 Würstchen. 24. Juni 2017. Der häßlichste Hund der Welt heißt Martha, Mastino-Mädchen, und ist sehr lieb!!!
Politik und Gesellschaft können auch lustig sein! Beweist Anny Hartmann, mit ihrem ganz persönlichen Jahresrückblick. Fröhlich-frech lästert sie sich durch 365 Tage, macht das Private politisch, parliert versiert charmant und hat die gesellschaftlichen Zusammenhänge intelligent beobachtet. Große Klappe – viel dahinter!!!

 
DI 5.12.
Gerda & Walter
Alice Hoffmann & Norbert Roth
& Frank Golischewski am Flügel
So isses!
Noch mehr Kabbeleien
 
Da ist es wieder – das Traumpaar par excellence, Gerda & Walter. ER, obstinat, besserwisserisch, der pedantisch-pingelige, schnell schwer erregbare, leicht cholerische pensionierte "Prokurator" (wie Gerda zu sagen pflegt) einer Offsetdruckerei, SIE, die schnippische Dulderin, seine Gattin, naiv, aber supersympathisch, die mit Fremdwörtern auf Kriegsfuß stehende gelernte Ex-Schuhverkäuferin. Wie immer kein Herz und eine Seele. Szenen einer Ehe! Sorgen und Mißverständnisse. Liebenswertes Kabbeln und unmißverständliches aneinander vorbeireden. Wie im richtigen Leben – eben.
Dabei ist es noch immer nicht klar, ob Walter nicht – eventuell – ins Gefängnis muß, während Gerda , die übrigens gerade damit beschäftigt ist (unter Walters Anleitung natürlich), einen Sprachkurs zu machen, offensichtlich einem Gewaltverbrechen auf der Spur ist...
Norbert Roth hat sich und Alice Hoffmann wieder köstliche Sketche auf den Leib geschrieben, ein heiteres, sprühendes Feuerwerk von gelungenen Gags und witzigen Einfällen, die dabei nie unter die Gürtellinie gehen. Hervorragender Dritter im Bunde und für die Songs verantwortlich ist Frank Golischewski, Sänger, Pianist, Autor u.a. von "Feucht & Fröhlich".
Und wenn Sie nach der Vorstellung dann fröhlich nach Hause gehen, werden Sie feststellen: Genau! "So isses!"

 
DI 5.12.
Robert Griess
Hauptsache, es knallt!
Neues Triple-A-Kabarett-Solo
 
Ob in Politik, Wirtschaft oder Medien, ob Putin, Trump, Erdoğan oder Seehofer, ob in Syrien, Sachsen oder in der Stammkneipe – überall lautet das Motto: Hauptsache, es knallt! Und wie! Im neuen Solo von Robert Griess wird auch scharf geschossen: mit Pointen, Gags und skurrilen Szenen; die schnellste und frechste Klappe von Köln trifft garantiert ins Schwarze.
Und doch ist er der sympathische, herzliche Kerl, den man sofort gern hat. Sein geschickter Hinterhalt als Sympathieträger eröffnet ihm alle Möglichkeiten. Robert ist nichts heilig: Nicht einmal er selbst und die Rolle des Kabarettisten als "Pausenclown des Neoliberalismus".
Da wird über die Charity-Kultur der Reichen gelästert oder die Reichtums-Migration besungen... und ein modernes Welten-Drama in bester Christoph-Schlingensief-Heiner-Müller-Tradition aufgeführt. Und Herr Stapper auf Hartz IV mit Hang zur Rebellion – Hauptsache, es knallt! – erklärt, warum er als abgehängtes Prekariat trotzdem nicht auf die AfD hereinfällt. Überbordendes Stand-up-Kabarett voll schrägen Humors, rasanter Dialoge, komischer Figuren und beeindruckender Relevanz, ein satirischer Parforceritt durch Wirtschaft, Politik und Medien: Aktuell. Aberwitzig. Abgefahren. Lachen über Themen, die sonst nur schlechte Laune machen.

 
DO 7. – SA 9.12.
Deutscher Kleinkunstpreis 1999
Pigor & Eichhorn
Pigor singt – Benedikt Eichhorn muß begleiten
Volumen 9
Neues Programm: Chanson des Monats. Wortgewalt & Stil.
 
Wie war das gleich? "Volumen 6" – das Programm mit den Kevins und dem Ulf, "Volumen 7" mit Jazzern, "Volumen 8" wieder zu zweit. Jetzt "Volumen 9": Salon Hip Hop. Cool Cabaret. Und die besten "Chansons des Monats", der musikalischen Radiokolumne, die Pigor & Eichhorn produzieren.
Flügel und Gesang. Wortgewalt und Stil. Der aalglatte Pigor singt, Klavierknecht Eichhorn muß begleiten. Wie gehabt? Nicht ganz. Bisher ist ihnen gelungen, es durch raffinierte Outfits geschickt zu verheimlichen, aber Pigor & Eichhorn möchten ihr Publikum nicht länger hinters Licht führen: Ja, die beiden sind älter geworden! Doch die zwei Unruhegeister sind weder Seniorenheim- noch Kreuzfahrt-kompatibel, sondern werden inzwischen von jungen Chansonsängern und -sängerinnen nachgesungen. Es ist die einzigartige Mischung aus Provokation und Lust am Neuen, ungewöhnlicher Virtuosität in Texten und Musik, aus präziser Beobachtung und gnadenloser Kommentierung des Zeitgeistes, der die beiden so unverwechselbar macht.
So zetert, schluchzt, giftet, jammert, säuselt, schnurrt, rappt, swingt sich Wortartist Pigor durch relevante Themen wie "Das Sommerloch", "Dobrindt", "Macron heißt nicht Makrönchen", "Bärte zählen" in Mitte mit Freund Timi (Fischer), "Skorpion"... oder "AGB 2017", Gerichtsstand Alpha Centauri, und Tastenakrobat Eichhorn fesselt alles mit Musik. Starke Stücke! Witzig, unverschämt, geistreich, verpackt in innovativ-sperrige Melodien querbeet durch sämtliche Musikstile. Wer irgendwann seinen Enkeln erzählen will, wie Musikkabarett 2017 gewesen ist, muß Pigor & Eichhorn gesehen haben!

 
FR 8. & SA 9.12.
Lothar Bölck
"Dummerland" oder "Was weiß ich denn?"
Das aktuelle Kabarett-Solo
 
Laut Statistik können 27% der Deutschen nicht lesen, die übrigen 64% nicht rechnen. Früher hieß es: Wissen ist Macht! Heute nur: wissen, wer's macht. Wo lassen Sie denken? Wir haben keine Ahnung, was uns dumm macht, doch es funktioniert super.
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Albert Einstein) Nach der Einstein'schen Relativitätstheorie ist offenbar unser Bildungssystem ausgerichtet worden. Motto: Neben einem Vollidioten ist ein einfacher Idiot relativ intelligent. Das ist genügend. Die Gesellschaft ist geteilt: Es gibt Menschen, die sind erschreckend einfach, andere sind einfach erschreckend. Beim Anblick der einen machen sich die anderen in die Hosen. Und das Fernsehen geht ans Eingemachte. Fernsehen ist Bildungsaufgabe: Je länger man sich die Glotze reinzieht, desto schneller gibt man die Bildung auf. Wenn man bedenkt, daß dieselben Menschen, die sich eine Pizza in vier statt in acht Stücke schneiden lassen, weil sie acht nicht schaffen, wählen dürfen, kann einem Angst und Bange werden. 
"Der Louis de Funès unter den deutsche Kabarettisten" (Celler Nachrichten) und verschmitzter Pförtner im "Kanzleramt Pforte D" (MDR) sucht deshalb Antworten, auf die es anscheinend keine Fragen gibt. Warum soll man nach dem Bildungsweg fragen, wenn man eine NaviApp hat? Ist ein Politiker kompetent, weil er viel geredet, aber nichts gesagt hat? Wenn wir immer mehr Demokratie in andere Länder exportieren, haben wir dann am Ende selbst keine mehr? Und vor allem: Hat jedes Pro und Kontra auch sein Für und Wider?
Wenn Sie sich Antworten darauf geben wollen, begeben Sie sich bitte mit Lothar Bölck zwecks Fortbildung auf eine Reise ins "Dummerland". Denn Sie wissen ja: Fortbildung heißt Fortbildung, weil – nach der Fortbildung ist die Bildung fort. Und dann heißt es: Was weiß ich denn?



 
 
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