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Newsletter unterhaus 29.01. bis 04.02.2018


 MO 29. & DI 30.1.

Deutscher Kleinkunstpreis 2016
Simon & Jan
Halleluja!
Das aktuelle Musik-Kabarett-Programm
 
Halleluja! – Die beiden Herren räumen ab, hinterlassen überall ein begeistertes Publikum! Sie werden gefeiert als "runderneuerte Liedermacher" (Kölner Stadtanzeiger), und ihre Videos im Netz werden hunderttausendfach geklickt. Sie spielen Gitarre "wie junge Götter" (Kölner Stadtanzeiger), werden gelobt für ihren "engelsgleichen Harmoniegesang" (NWZ). Doch der Teufel sitzt am Teleprompter.
Halleluja! – Was ein Kontrast! Die Loopstation schickt Chöre in den Saal. Schließ deine Augen. Fühl dich ein. Fühl dich wohl. Und wenn du meinst, zu wissen, was als nächstes geschieht, pumpt der Beatbox-Beat: Leck mich am Lied! Was für ein Himmelfahrtskommando!
Hier wird der Erwartungshaltung mit diabolischem Spaß ein Bein nach dem anderen gestellt. Hier wird dem Bürger aufs Maul, ins Hirn und in den Facebook-Account geschaut; man fühlt sich angesprochen und gemeint, ertappt und entlarvt. Und wenn Simon & Jan ihr Publikum einmal sanft bei der Hand nehmen, dann nur, um es unsanft in den Abgrund zu reißen mit ihren saukomischen, absurd-überdrehten Texten, die zeitgeistige Grenzen der politischen Korrektheit gern mal sprengen. Denn die Jungs stehen mit Riesenmagneten vor Piercing-Shops, suchen die Eier-leckende Wollmilchsau... und das moralische Dilemma der Wohlstandsgesellschaft klingt bei ihnen so: "Mein Leben ist ein Ponyhof, doch leider find ich Ponys doof."
Simon & Jan sind clowneske Chronisten der Wirklichkeit. Ihre weitreichende Diagnose lautet Weltschmerz. Aber sie wissen Rat: Tombola für Pessimisten – Jeder kriegt ein Hoffnungslos. Halleluja! – Was ein Konzert!

 
MI 31.1. & DO 1.2.
MICROBAND
Klassik für Dummies
Brillante Musikclownerie
 
Vorsicht, Klassik! Das wird heiter. Lehnen Sie sich zurück, lauschen Sie den von Luca vor-, von Melancholie getragenen Klängen. Ha! Er hat die Rechnung ohne Danilo gemacht. Jetzt spielt er. Wenn zwei sich streiten...
Erleben Sie live "Klassik für Dummies" von und mit den "Marxbrothers der Musikclownerie" (FAZ), ein Salto mortale ohne Netz und doppelten Boden auf dem musikalischen Hochseil, der die musiktheoretische Formenlehre völlig außer Kraft setzt. Die MICROBAND aus Italien, international renommiert, diàvolo Danilo und der leidenschaftliche Luca, sprühen vor Energie und Witz, sprengen alle Grenzen der Tonkunst und Sprache, zerfleddern die schönsten Werke aller Zeiten, von Bach, Chopin, Brahms, Paganini, Bizet, Rossini, Händel, Mozart, Ravel, Beethoven... bis Verdi, setzen sie wieder zusammen, spielen virtuos, interpretieren völlig neu, genial verquickt durch komödiantische Clownerie mit einem gehörigen Schuß Chaos.
Die musikalischen Unmöglichkeiten begeistern Klassik-Fans und solche, die es garantiert danach sind, gelingen allerdings nur, weil Luca Domenicali und Danilo Maggio vom Scheitel bis zur Sohle ausgefuchste Profis sind. Gut, daß die beiden nicht in "richtigen" Orchestern musizieren: die italienischen Spaßvögel würde kein Dirigent überleben. MICROBAND – magnifico!!!

 
DO 1. – MI 7.2.
Deutscher Kleinkunstpreis 1978 & 1987
Mathias Richling
Richling und 2084
Das neue Kabarett-Solo
 
"Wenn Sie ein Bild von der Zukunft haben wollen, so stellen Sie sich einen Stiefel vor, der auf ein Gesicht tritt. Unaufhörlich." "George Orwell in seinem Roman "1984")
Orwells literarische Utopie ist längst von der politischen Realität überholt worden, etwa in Bezug auf den Überwachungsstaat. "Big Brother" schreckt heute niemanden mehr, ist zur TV-Unterhaltung verblödet worden. Höchste Zeit also für Mathias, sich das Thema vorzuknöpfen. "Richling und 2084", das neue Kabarett-Solo, diesmal mit Videowall, wie immer perfekt inszeniert von Günter Verdin.
"2084" ist nicht science fictional. Es spiegelt – dramatisch genug – die Zukunft im Heute wider. Wie zukunftstauglich sind denn unsere Politiker, Angela Merkel oder Martin Schulz? In welchen Abgrund führen uns die Machtbesessenen dieser Erde wie Trump, Putin oder Erdoğan, die, jeder auf seine Weise, mit der atomaren Zertrümmerung aller demokratischen Werte begonnen haben? Es macht Sinn, die Geisteshaltung dieser Demagogen bis ins Kenntliche zu karikieren, und deswegen tritt das Polit-Personal bei Richling zum Test auf Zukunftstauglichkeit an. Mathias is watching them!
"Wenn man Humor kurz illustrieren müßte, dann vielleicht als Würde, die sich auf einen Reißnagel setzt." (Dieses Zitat wird übrigens auch Orwell zugeschrieben.)
 
Achtung!
Das Programm hat keine Pause.
Kein Einlaß nach Beginn der Vorstellung!

 
FR 2. & SA 3.2.
Bernd Lafrenz
& Christine Kallfaß & Olaf Creutzburg
Hamlet stirbt... und geht danach Spaghetti essen!
Eine Farce für 3 Schauspieler
 
"Sein oder Nichtsein..." Hamlet stirbt heldenhaft, das Publikum gleich mit, leidet, der Vorhang fällt.
Was viele nicht wissen: Der Däne ist tot, der Protagonist nicht wirklich, steht putzmunter auf, schminkt sich die Prinzenrolle ab und geht zu seinem Lieblingsitaliener, Spaghetti mit Pesto essen. Es gibt gute Gründe, warum Schauspieler im Theater nicht sterben, persönliche, hauptsächlich organisatorische!
Die Farce für 3 Schauspieler in 17 Rollen (Intendant, Regisseur, Darsteller, Pressevertreter, Fotograf, Feuerwehrmann, Förderkreisvorsitzende... und viele mehr) beleuchtet satirisch das Bermuda-Dreieck zwischen Hinterbühne, Theaterkantine und Saalausgang, bringt Licht ins Dunkel, ist eine theatralische Bestandsaufnahme der besonderen Beziehung zwischen Theatermachern und Zuschauern, eine Beschreibung der Grabenkämpfe zwischen Bewahrern und Stückezertrümmerern. Grundthema ist der berühmte Monolog, Parallelbezüge zu Shakespeares Hamlet durchweben das turbulente Speltakel von Jürgen Eick, Martin Maier-Bode und Jens Neutag. Grundsätzlich stellt es die Frage: Was darf Theater, was kann Theater, was soll Theater? An diesem Abend auf jeden Fall eines: sehr gut unterhalten. Shakespeare würde kommen! Keine Frage!

 
SO 4.2. / 11 Uhr
Ce-eff Krüger
Thailand – wie es liebt und lebt und lacht
Heitere Geschichten über eine deutsch-thailändische Verbindung / Lesung
 
Eine Benefiz-Veranstaltung für das Kinderhilfswerk
Human Help Network
 
Ce-eff Krüger, der 1966 das Kabarett "Die Poli(t)zisten" gründete, aus dem das unterhaus hervorging, lebt seit 2003 vorwiegend in Thailand. Dort schrieb und schreibt er Romane, Gedichte, Satiren sowie Kolumnen für die größte deutschsprachige Zeitung Thailands – DER FARANG.
Zwei seiner Bücher sind in Thailand zu Bestsellern geworden: "Callolo und seine Herzallerliebste" und "Angekommen in der Wirklichkeit". Sie werden, neben einigen Gedichten, den Hauptanteil dieser Lesung bilden.
Viele Tausend in Thailand lebende Deutsche und deutschsprachige Touristen haben diese kleinen Geschichten verschlungen, die viel über die Kultur und den Humor des Landes verraten. Es handelt sich dabei um die Erlebnisse eines deutschen Auswanderers, der eine junge Thai-Frau geheiratet hat ohne zu ahnen, daß hier zwei höchst unterschiedliche Ansichten aufeinander prallen. Das führt nicht nur zu vielen Mißverständnissen, sondern auch zu lustigen Situationen.
Schmunzeln, Lächeln und Lachen sind dabei garantiert, aber auch viele neue Einsichten und Erkenntnisse in die Eigentümlichkeiten eines Landes, das man nicht zu Unrecht 'Das Land des Lächelns' nennt. Jährlich zieht es Millionen Menschen aus aller Welt an, die sich hier vom Charme und der Freundlichkeit der Thais verzaubern lassen.
 
Karten: € 10,- (zzgl. VVK-Gebühr) / freie Platzwahl



 
 
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