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Newsletter unterhaus 26.02. bis 04.03.2018


MO 26. & DI 27.2.   Ausverkauft

MO 7. & DI 8.5.       Verkauf läuft
 
Deutscher Kleinkunstpreis 2018
Lisa Eckhart
Als ob Sie Besseres zu tun hätten!
Sensationelles Kabarett-Solo
 
Sie ist schön, schlank, grazil, stylisch, 'falcoesk' – exaltiert, extravagant, extraordinär, mit Schmäh und Schmackes, dabei ganz schön provokant, eloquent, spöttisch, sarkastisch, politisch inkorrekt, der Shooting-Star des Kabaretts, gerade mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet. In ihrem ersten Solo reibt sich die aus Graz stammende SlamPoetin, maliziös lächelnd, am vermeintlich Glatten, bis die Oberfläche ihre wahre rauhe Fratze offenbart.
Verehrte Menschen und jene, die sich für solche halten! Hereinspaziert! Zu einem Abend feinster Verstörungstheorien! Mit Performance und Texten so gnadenlos wie der Katholizismus, so wortgewandt wie eine Nationalratssitzung.
Entdecken Sie die verborgenen Zusammenhänge zwischen ISIS und ÖSIS, Rassenhaß und Angela Lansbury, DJ Ötzi und Joseph Goebbels! Spähen Sie in eine Schulstunde des ersten Mobbing-Unterrichts! Erfahren Sie die Lösungen sämtlicher irdischen Probleme und Ungerechtigkeiten! Lösungen, die so unmenschlich sind, daß sie wirklich funktionieren könnten! Viele von Ihnen werden jetzt fragen: "Können wir das tatsächlich tun?" Was soll man sagen? Der letzte Satz der Menschheit wird nicht umsonst lauten: "Oh yes, we can!"
Glaube, Liebe, Politik und andere Taschenspielerstreiche werden liebevoll seziert, bis sich die Tragödie zur Komödie steigert in diesem stilistisch unverwechselbaren, dichten und kühnen Kabarettprogramm. Kommen Sie, trauen Sie sich. Sie gehen anschließend deutlich klüger durch die Welt – mit einem Lächeln auf den Lippen. Katzen würden Whiskas kaufen und sich im Anschluß Lisa Eckart angucken. Weil sie es sich wert sind.

 
MO 26. & DI 27.2.      Ausverkauft!
Bodo Bach
Pech gehabt!
Das aktuelle Solo
 
Unser durchgeknallter Planet dreht sich unermüdlich weiter. Bodo Bach macht das Beste draus und nimmt's, wie's kommt. Und nicht selten kommt's dicke. Sei es die neue Liebe seines Sohnes Rüdiger, der Besuch einer Erotikmesse oder das überraschende Ableben seines ungeliebten Nachbarn.
Wer in Bodos letzten Programmen den kulturellen Anspruch vermißt hat, wird diesmal nicht enttäuscht. Er besucht ein Museum und erklärt uns die moderne Kunst: "Öl auf Leinwand geht ganz schwer raus, aber lieber vom Lebe' gezeichnet als vom Picasso gemalt."
Der Frankfurter Bub steht wieder mittendrin im prallen Leben und stellt die richtigen Fragen: "Werd' ich vom Pech verfolgt oder geh'n mir nur zufällig in die gleiche Richtung?"
Egal welche Erlebnisberichte unser Lieblingshesse diesmal abliefert, wie immer zeigt er sich vielseitig, vielschichtig und vor allem vielosophisch!
Am Ende steht die Frage, für wen es denn nun dumm gelaufen ist. Dreimal dürfen Sie raten. Gewißheit bringt allerdings nur der Besuch von "Pech gehabt!"
Doch immer dran denken: Wenn wir Pech haben, ist das Glück nicht weg. Das hat dann nur ein anderer.

 
MI 28.2.
Carmela de Feo
Die Schablone, in der ich wohne!
La Signoras neues Programm
 
Da isse wieder. "Man nennt mich La Signora, und ich bin eine Frrrauu." Und Diseuse. Direkteuse. Dompteuse. Mit Dutt und Denkerstirn. Mit Hirn, 'Scharme', Schnauze. Und Akkordeon. Die Lady in Black is back! Die Femme Brachial gibt sich gewohnt kühn und kühl – mit viel Gefühl. Denn sie hat's einfach drauf, ist anrüchig, schlüpfrig, bösartig, verrückt – vor allem komisch! Und versetzt ihr Publikum im Nu in eine Massenhysterie. Ein Haarnetz für ein Halleluja! Nicht wenige Männer und Frauen können sich ein Leben ohne das renitent-resolute Energiebündel nicht vorstellen.
Doch gefangen in der Endlosschleife der guten Laune, macht sie böse Miene zum abgekarteten Spiel. Das Leben als Showgirl hat sie sich einfacher vorgestellt. Kommt jetzt der Durchbruch oder ist es nur der Blinddarm? Fest steht, daß La Signora nicht von dieser Welt ist, sondern eine Außeritalienische. Schräg wie der schiefe Turm von Pisa, farbenfroh wie die Sixtinische Kapelle, fertig wie das Colosseum, heißer als der heilige Stuhl. So tanzt sie sich mit der Grazie neapolitanischer Eseltreiber durch ihr neues Programm, auf der verzweifelten Suche nach dem Unsinn ihres Lebens!
Mit Feuer im Faltenrock präsentiert Carmela de Feo, die eiserne Lady aus Oberhausen, mondänes musikalisches Musik-Kabarett. Es wird gespielt, gesungen, getanzt, gestalkt, getalkt, gelacht. "Die Schablone, in der ich wohne!" – "Komm rein, kannste rausgucken!"

 
MI 28.2.
Michael Feindler
Artgerechte Spaltung
Neues Programm vom Lyriker unter den Kabarettisten
 
Er ist nicht laut. Ihn als leise zu bezeichnen, wäre aber falsch. Dafür hallt das, was er auf der Bühne sagt, zu lange nach. Seit Jahren hält der Lyriker unter den Kabarettisten hartnäckig an der Behauptung fest, man dürfe dem Publikum ruhig etwas mehr zutrauen – in Hinblick auf Denkleistung, Schmerzgrenze und Empfindsamkeit.
Die Sprache ist seine Waffe, die Gesellschaft der Schleifstein, an dem er sie schärft. Dabei sind Reime und Rhythmen kein Selbstzweck, sondern bilden den Teppich, auf dem man über alles stolpert, was darunter gekehrt wurde.
In seinem neuen Programm setzt sich Michael Feindler auf den Boden zwischen alle Stühle und testet, wie bequem es dort ist. Frei nach dem Motto "Bevor wir Gräben zuschütten, sollten wir sie durchwandern", betrachtet er allerhand Abgründe, die sich zwischen Menschen auftun. Am Ende steht die Erkenntnis: Es kann uns nicht egal sein, ob eine Medaille zwei Seiten hat – selbst dann nicht, wenn wir nur die glänzende sehen.
"Jede gesellschaftliche Umwälzung braucht einen Revolutionsdichter. Den Dichter haben wir jetzt. Fehlt nur noch die Revolution." Max Uthoff

 
DO 1. – SA 3.3.
Deutscher Kleinkunstpreis 1990 & 1999
Horst Schroth
Wenn Frauen immer weiter fragen
Das Update für Fortgeschrittene
 
"Wenn Frauen fragen": 2008 feiert sein mittlerweile legendäres Programm im Hamburger "St.-Pauli-Theater" die bejubelte Premiere. Ist 2018 nun alles geklärt? Nein! Denn wenn Frauen wohlig im Jacuzzi-Pool der Gefühle" baden, sind sie nicht mehr zu bremsen und fragen und fragen und fragen und... Männer ziehen (nicht nur!) den Kopf ein. Nicht Horst Schroth! Seit damals sind allerdings auf den eloquenten Frauenversteher und Beziehungsspezialisten so viele neue Fragen eingeprasselt, daß er sich zu einem Update für Fortgeschrittene gezwungen sieht.
Wenn Frauen immer weiter fragen! "Mein Mann weigert sich beharrlich, mit mir zu tanzen! Was ist los mit dem Kerl?" "Mein Mann weiß haargenau, daß Gerd Müller am 7. Juli 1974 im WM- Finale in der 43sten Minute das Siegtor zum 2:1 geschossen hat. Aber wann wir geheiratet haben? Fehlanzeige! Was hat dieser Mensch eigentlich im Kopf?" "Warum sind die tollsten Weiber immer mit den größten Hornochsen liiert?" "Warum pinkeln Männer im Stehen?"
Jetzt wird's gefährlich! Keine Panik. Beim Paar-Papst sind Sie an der richtigen Adresse. Der Großmeister des Gesellschaftskabaretts greift, exklusiv für Sie, tief in seine Erfahrungskiste. Für Männer ein Muß! Weil die Dussel sich immer wieder in (scheinbar) ausweglose Situationen manövrieren. Tödlich, doch der Mann für alle Fälle weist den eleganten Weg zum rettenden Notausstieg. Ein Abend, der mit seinen Antworten und Einsichten möglicherweise Ihr Leben verändert, zumindest dafür sorgt, daß Sie mit Lachmuskelkater nach Hause tanzen. Ein Abend, der Frauen "befriedigt" und Männern das verschafft, wonach sie sich am meisten sehnen: Zeit zum ungestörten Wohnen. Vorhang zu und keine Fragen offen!

 
DO 1. – SA 3.3.
Stefan Waghubinger
Jetzt hätten die guten Tage kommen können!
Neues Kabarett-Solo
 
In seinem 3. Solo hat er es ganz nach oben geschafft.
Auf dem Dachboden der Garage seiner Eltern sucht er eine leere Schachtel und findet den, der er mal war, den, der er mal werden wollte und den, der er ist.
Es wird also eng zwischen zerbrechlichen Wünschen und zerbrochenen Blumentöpfen, zumal da noch die Führer der großen Weltreligionen und ein Eichhörnchen auftauchen.
Stefan Waghubinger ist Oberösterreicher, Wahl-Stuttgarter, vor 51 Jahren in Steyr geboren. Österreich kennt man, wegen Mozart, und Hitler. Steyr ist nur bekannt für die Steiermark, die ganz woanders liegt und mit Steyr nichts zu tun hat. Aus Steyr kommen Mopeds, Traktoren – und Stefan. 1985, als es noch viel mehr Gott gab als heute, studiert er Theologie, geht danach er ein paar Monate zum Militär um zu lernen, wie man die Menschen dort hinbringt, wird Theaterpädagoge, schreibt seit 1997 Kinderbücher, Cartoons und selten Postkarten aus dem Urlaub. Ab 2010 ist er als Kabarettist unterwegs.
"Jetzt hätten die guten Tage kommen können!": 90 Minuten glänzende Unterhaltung trotz verstaubter Oberflächen, ein tiefschwarzer, bissiger und trotzdem liebevoller Blick auf und in sein Leben, betuliche Langsamkeit als perfekte Tarnung für Turbo-Denk-Rasanz. Vorsicht! Zwischen den morschen Dachbodenbrettern geht es ganz schön in die Tiefe.



 
 
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