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Newsletter unterhaus 16.04. bis 22.04.2018


 DI 17.4.

Deutsche Kabarettmeisterschaft 2017/2018
Kabarett-Bundes:Liga im unterhaus
7. Spieltag:
Andreas Thiel vs. Michael Elsener
Kabarett. Comedy. Poetry.
Zwei Künstler... ein Wettkampf... Deine Stimme!!!
 
 

 
DI 17. & MI 18.4.
Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz
zum Deutschen Kleinkunstpreis 2015
Gerd Dudenhöffer
DEJA VU
Gerd Dudenhöffer spielt aus 30 Jahren Heinz Becker-Programmen
 
"Ich weiß gar nicht, ob ich Ihnen das schon mal erzählt habe. Bestimmt..." Er sitzt, wie immer, der Becker Heinz, die Kapp auf'm Kopp. "Allez hopp dann!" DEJA VU – die Highlights aus 16 Programmen in über 30 Jahren. Aufgewärmte Pointen? "Geh fort!" Nicht mit Gerd Dudenhöffer! Heinz legt wieder seinen "offenen Finger in die Wunde" und verzählt Geschichten, die nichts an Brisanz und Aktualität verloren haben. Vom Nachbarn, der das Hakenkreuz an seiner Garage sofort wegwischt, weil's falsch herum gesprüht ist: "Das hätte es früher nicht gegeben!" Vom Hunde-Herrchen, dessen Pit Bull – zuerst! – eingeschläfert wird, weil er das Kind zerfleischt hat: "Laut Gericht hätte es da gar nicht spielen dürfen." Von Stefans komischem Freund, der Ballett tanzt: "Der trägt so eine rote Schleife; ich finde das ja gut, daß man die markiert."
Heinz im Sex-Shop, Heinz auf'm Klo – ohne Papier, Heinz am kalten Buffet, Heinz und die Zeugen Jehovas: "Die waren ja früher gegen die Nationalsozialisten; kein Wunder, daß heute mit denen keiner was zu tun haben will." Heinz und die Flüchtlingsproblematik: "Wenn wir so was wie ein Auffangbecken sind, dann müssen wir auch gucken, daß der Abfluß frei bleibt!" Und das alles in reinstem Saarländisch.
Dudenhöffer – das 17. Explosives Ein-Mann-Theater-Kabarett mit herzhaftem Mutterwitz, hochpolitisch, bar jeder political correktness. Hauptperson Heinz, die personifizierte Karikatur des bornierten Spießbürgers, grotesk authentisch, wunderbar-widerlich, der in beredter Unwissenheit schwätzend jedes klitzekleine Ereignis seines Alltags seziert, gekonnt auf das große Weltgeschehen projiziert, geschickt sein Publikum, das sich köstlich amüsiert, ins Vertrauen zieht, um es dann rücksichtslos in beklemmende Abgründe von betroffen machender Erkenntnis zu stoßen. Bienvenue DEJA VU. "Vestehsche!"

 
MI 18.4.
Deutscher Kleinkunstpreis 2003
Severin Groebner
Der Abendgang des Unterlands
Das aktuelle Kabarett-Solo
 
"Hermes hat einen Postversand, Apollo ist Optiker, Nike macht Turnschuhe." Nichts ist mehr wie es war. Viele Menschen sind heute verunsichert. Auch Severin hat so ein "Grundbibbern", und Angst vor einem Anschlag eines Antikabarettisten auf einen Spaßprediger.
Da steht man morgens auf und schon laufen ungefiltert Tweets, Posts, Links, Fotos und Fake News über den Ticker. Im Bus erzählt der Realitätsflüchtling von nebenan einem was über Wirtschaftsflüchtlinge aus der Schweiz. Im Fernsehen erklärt einem der Bundesbeauftragte für Einbildung, soziale Gerechtigkeit ist, wenn alle gleich viele Freunde bei facebook haben. Danach fällt der Livestream aus und man wird nie erfahren, ob nun die Römer, Robert & Carmen (die Geissens) oder Bayern München den 30jährigen Krieg gewonnen haben.
Zu allem Überfluß können wir unsere teuren Badelatschen dann auch noch in die Tonne kicken, weil die Sintflut wegen verspäteter Übergabe aus dem Ausland an der Grenze abgewiesen wurde. Im Internet erfährt man von geheim gehaltenen Papierfliegern, die belegen sollen, daß Völkerrecht gar nicht das Regelwerk beim Völkerball ist. "Was", fragt man sich, während man verwirrt zu Bett geht, "macht das Abendland eigentlich am Morgen danach?"
Severin Groebner präsentiert klug und bissig das Programm zur Stunde: "Der Abendgang des Unterlands". Groebner ist Wiener und damit der richtige Mann für diese Zeiten. Denn wer kennt sich mit apokalyptischen Stimmungsaufhellern besser aus als ein Wiener? Eben! Kommen und staunen Sie über das Service- & Survival-Angebot für den okzidentalen Orientierungslosen. Ein echter Happycalypso – für die richtige Portion Übermut beim Untergang.

 
DO 19.4.
Dunja Rajter
Nur nicht aus Liebe weinen
Spannende Lebensgeschichte einer starken Frau
Musikalische Lesereise
 
"Ich überleb's!" – sie singt die Cover-Version von Gloria Gaynors "I Will Survive". Programmatisch für die faszinierende Schauspielerin, Sängerin und nicht zuletzt engagierte Tierschützerin, die heute Abend im unterhaus mit einer musikalischen Reise ihre Biografie vorstellt.
Dunja Rajter erlebt eine entbehrungsreiche Kindheit im damals kommunistisch geprägten Jugoslawien, wird in Zagreb vom Konzertveranstalter Horst Lippmann entdeckt und schnell auf internationalen Bühnen bekannt. Sie spielt u.a. in Karl May-Filmen und in Serien wie "Das Traumschiff", "Der Kommissar", "Salto Mortale"... "Mord in bester Gesellschaft".
1972 heiratet sie Les Humphreys, der mit seinen Singers gerade Triumpfe feiert, sind Deutschlands glamourösestes Promi-Traumpaar. Doch das Glück währt nur 4 Jahre: Mit ihrem kleinen Sohn flieht sie aus einer Ehe voller Gewalt und Drogen. Als 1991 der Balkankrieg ausbricht, sammelt sie nicht nur Spenden für ihre Landsleute – sie begleitet auch den ersten Hilfskonvoi nach Kroatien und gerät dabei unter Beschuß. Ihre Zuversicht hat Dunja Rajter trotz allem nie verloren: "Meine Großmutter hat mich beten gelehrt. Das trägt einen durch viele Krisen." "Nur nicht aus Liebe weinen", die spannende Lebensgeschichte einer starken Frau, der es gelungen ist, sich selbst durch alle Höhen und Tiefen immer treu zu bleiben.

 
DO 19. – SA 21.4.
René Sydow
Die Bürde des weisen Mannes
Neues Kabarett-Solo
 
Warum wird die Welt nicht klüger, obwohl der Zugang zu Wissen noch nie so leicht war? Warum verarmen Menschen bei all dem Reichtum in der Welt? Wer ist Schuld an dem Elend? Und wer trägt eigentlich die Bürde des weisen Mannes? In seinem dritten Soloprogramm geht René Sydow etwas weniger laut, aber umso intensiver der Frage nach, was uns zum Menschen macht; Erziehung? Schule? Wahlrecht? Oder doch nur freies WLAN?
Mit dem Fokus auf Bildung in all ihren Facetten bringt der Dichter und Denker, Schauspieler, Slamer, Autor und Regisseur eines der zwingendsten Themen der heutigen Zeit auf die Bühne und seziert es mit seiner fein ziselierten Wortarbeit. Keine dummen Lehrerwitze, kein Gag über prollige Schüler, Sydow liefert einen hochkomischen philosophischen Exkurs über alles, was uns zum Menschen bildet und bringt damit nicht nur die Lachmuskeln, sondern auch Herz und Hirn zum Schwingen. Zum Schreien traurig und schockierend lustig. Dunkel und Hoffnungsvoll. Politisches Kabarett auf der Höhe der Zeit.

 
FR 20. & SA 21.4.
Deutscher Kleinkunstpreis 1997
Andreas Giebel
Das Rauschen in den Bäumen
Das aktuelle Kabarett-Solo
 
Regie: Rainer Pause
 
Der Plan, glücklich zu sein, liegt jeden Tag neu auf dem Tisch. Doch ständig werden wir unterbrochen, bei irgendwas, von anderen, meist von uns selbst. Die Besserwisser nehmen zu, die Ratgeber und Heilsbringer lauern an jeder Ecke. Andreas Giebel, herausragender Volksschauspieler unter den Kabarettisten, erzählt, über sich und uns und andere, die versuchen, sich das Kunstwerk Leben zurechtzuschnitzen. Auf dem Karl-Dingshammer-Platz und Umgebung tummeln sie sich, Giebels skurrile, liebevoll gezeichneten Typen: der Maler Max, ein "Pointillist", der Drogist Herr Schönegger, Frl. Lydia aus dem Blumengeschäft, das ihre Kunden gern mal fragt, ob es für die eigene Frau oder "was Junges" ist, der grantige Kioskbesitzer Josef Döderlein, der blasenschwache Bestatter Jan Kubitzki, Prof. Jenewein, der für 10 € und einen "Kleinen Fuhrmann" seine Dienste als Schreiber anbietet... und der Held selbst, der in seiner Stammkneipe Neues vom Tage und Sätze für seinen Roman sammelt, ein Dulder, der nicht nein sagen kann, weder zu Max, dem er als Buddha? Modell sitzen soll, noch zu Anna, Herrscherin seines Haushalts, noch zu Penner-Klaus, nebenberuflich "Notdurftkomparse" bei Oscar-Verleihungen, und dessen Melodien-Raten...
Von der Jagd nach falschen Versprechungen, hohen Erwartungen und der Hoffnung auf die kleinen Momente. Von Menschen, die scheitern, weil alles gelingt. Von einem, der lächelnd auf der Parkbank sitzt, wissend, nichts mehr zu versäumen, und nichts hört als "Das Rauschen in den Bäumen!" Eine vergnügliche Reise in die Welt der Eigenheiten, die das Leben mit sich bringt. Von und mit einem grandiosen Giebel. Der spinnt feine Erzählfäden, hängt aufbrausend wortgewaltig, urkomisch, seinen ausgefeilten Gedanken nach, spuckt Gift und Galle mit Mutterwitz und Galgenhumor, markiert rasant, perfekt, markant jede seiner Figuren, die oft als seltsame Exoten erscheinen, aber fast beiläufig, immer näher an uns heranrücken. Grandios, Andreas!
 
 
"Eigentlich komme ich ja nur zum Fernet trinken zu euch "
und Gott sei Dank spielt er nebenher noch sein Programm.
 
Das unterhaus ist eine von 2 Spielstätten an der er außerhalb von Bayern noch auftritt!
 
Viele kennen ihn aus München 7, Tatort und den Rosenheim Cops, wir freuen uns sehr dass er wieder mal da ist. Nicht verpassen!
 

 
SO 22.4. 11:00
Frieder Fizz
Vertrixt nochmal!
Witziges Zauberspektakel

von und mit Frieder Fizz
für Kids von 4 – 10 und ihre Eltern

Vertrixt nochmal! Die Kunststücke, die Frieder Fizz mit seinen Zauberlehrlingen aus dem Publikum macht, sind total verflixt. Knoten im Zauberseil zum Beispiel. Die wollen nicht erscheinen. Aber auch nicht verschwinden! Dafür wechseln sie die Farbe, wandern lustig zwischen Tüchern hin und her oder landen sogar im Zauberstab!

Und die geplante magische Erscheinung im Zauberhut? Nix zu sehen!

Zum Glück gibt's ja Omas Pudelmütze. Obwohl: Was mit der alles passiert, ist so echt nicht geplant.

Typisch Frieder!

Und seine Zauberuhr wird natürlich immer dann unsichtbar, wenn alle wissen wollen, ob noch genug Zauberzeit ist...

Vertrixt nochmal! Viele der lustigen Zauberspäße finden nur deshalb ihr erfolgreiches, wenn auch unerwartetes Ende, weil alle Kinder kräftig mithelfen. Und immer sind Zaubersprüche, Zauberstäbe und Zaubersalz, die alle fleißigen Zauber-Assistenten gemeinsam aus der Luft schnappen, die Rettung für so manch ausweglose Situation.

Dafür zaubert Frieder – "Simsalabim!" – dann für jedes Kind eine Zauberurkunde, die alle mit nach Hause nehmen dürfen.

Vertrixt nochmal! Als 6-jähriger Knirps beginnt Frieder Fizz mit der Zauberei. Heute ist er Profi – mit echtem "Zauber"-Diplom.

Seit vielen Jahren können Kinder im Rahmen verschiedener Zirkusprojekte bei ihm das Zaubern lernen. Zudem coacht er Zauberkollegen und Theaterproduktionen. Seit einiger Zeit bietet er auch jeweils optimierte Kurse für Kinder, Erwachsene und sogar Eltern-Kind-Workshops an.




 
 
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