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Newsletter unterhaus 23.04. bis 29.04.2018


MO 23. & DI 24.4.

Düsseldorfer Kom(m)ödchen
Irgendwas mit Menschen
Neues Kabarett-Programm
 
Jetzt geht's um die richtig großen Fragen: Was ist der Sinn des Lebens? Welche Werte braucht eine Gesellschaft? Was muß man heute können, um sich in der Welt zu behaupten? Und wie ging noch mal Kochen ohne Thermomix?
Vier Eltern stehen vor der schwierigsten Aufgabe ihres Seins: Sie wollen eine Rede für die Abi-Feier ihrer Kinder schreiben. Eine Rede, die alles enthalten soll, was wir den kommenden Generationen mit auf den Weg in die Welt geben wollen. Das Problem ist nur: In welche Welt? Denn vier starke Charaktere sehen die Realität komplett unterschiedlich und crashen frontal aufeinander. Hochkomisch und sehr politisch zerlegen sie die großen Utopien der Menschheit, die Niederungen der Politik und auch ihre eigenen Beziehungen.
Mit vielen Rollenwechseln, Songs und ungebremster Spiellust zeigt das brillante Kom(m)ödchen-Ensemble (Maike Kühl, Daniel Graf, Martin Maier-Bode und Heiko Seidel), wie schwer es heute ist, sich auf eine Zukunfts-Idee zu einigen. Zumal an diesem Abend plötzlich das Unberechenbare in ihr Leben tritt...
Ein neues Kom(m)ödchen-Stück von Dietmar Jacobs, Christian Ehring und Martin Maier-Bode, wieder schwungvoll in Szene gesetzt von Regisseur Hans Holzbecher.

 
DI 24. & MI 25.4.
Premiere!
Matthias Ningel
Kann man davon leben?
Pfiffiges Musik-Kabarett
 
Nach "Omegamännchen" und "Jugenddämmerung" feiert er nun mit "Kann man davon leben?", seinem 3. Solo, im unterhaus Premiere. Vergnüglich sinniert Matthias Ningel über das Leben und die Frage, was man zum Leben wirklich braucht. Heizpilze, Cabriolets, monatlich wechselnde Flachbildschirme? Oder mehr Miteinander, positive Visionen und Freiheit?
Freiheit nimmt er sich, indem er weder Eklats noch Probleme thematisieren will. Warum nicht über das Gelingen singen statt sich in defizitorientierter Weltwahrnehmung zu üben? Matthias will einfach nicht auf Fehltritte vermeintlich Mächtiger angewiesen sein, um auf der Bühne stehen zu dürfen. Das wär ja noch schöner!
Wo andere den Mittelfinger zeigen, hebt er den Daumen und lenkt den Fokus weg von denen, die ohnehin viel zu viel Aufmerksamkeit bekommen, hin zu denen, die mit ihren Ideen als Vorbild dienen können. Er verklappt keinen Mißmut in den Köpfen seiner Zuschauer, sondern pflanzt zarte Sprößlinge der Zuversicht, huldigt zeitlosen Tugenden und entwirft kleine Utopien. Er erlaubt es sich und seinem Publikum, zu träumen: Träume von einer Welt mit Skandalmangel, liebevollen "Deine-Mudda"-Sprüchen, aber auch von Strip-Trivial-Pursuit.
"Kann man davon leben?" Offensichtlich! Der mit zahlreichen Preisen dekorierte Künstler ist quicklebendig, seine Vitalität einnehmend, das Klavierspiel leidenschaftlich. Und die Power seiner Sangesdarbietung könnte als Energielieferant Kohlekraftwerke überflüssig werden lassen. Es ist an der Zeit für mehr Freundlichkeit, Anstand und Miteinander. In diesem Sinne: Deine Mudda kann gut kochen!

 
MI 25.4.
Basta
Freizeichen
Das aktuelle A-Cappella-Programm
 
5 Männer, Werner Adelmann, Hannes Hermann, René Overmann, Arndt Schmöle und William Wahl,
rund 150 Songs und 18 Jahre Bandgeschichte: Stimmgewaltiger denn je und mit gewohnt viel Humor sind Basta noch einmal im unterhaus. Die Zeichen stehen auf Aufbruch: "Freizeichen" heißt das A-Cappella-Programm und die gleichnamige 8. CD.
Mit unübertroffenem Sprachwitz, eingängigen Melodien und dezenten Choreographien tanzen und singen sich die Kölner Charakterköpfe durch die wichtigsten Themen der Menschheit, Gesundheit – "Laktosetolerant", Glücksgefühle – "Ein kleines bisschen Hass", Liebe – "Anna lässt sich scheiden"... bis hin zum humoristisch handfesten Fortpflanzungsreggae "Nachkommen" oder der versöhnlichen Hommage an unbeliebte Männernamen in "Jochens".
Typisch Basta eben, von ein bißchen philosophisch bis zu ganz schön sarkastisch, von ein klein wenig melancholisch bis zu ausgelassen heiter. Aber immer mit umwerfender musikalischer Bandbreite. Basta!

 
DO 26.4.
Deutscher Kleinkunstpreis 2017
die feisten
Adam & Eva
Neues ZweiMannSongComedy-Programm
 
Alles verändert sich. Das ist unabänderlich. Selbst im Paradies ist nicht mehr alles so, wie es einmal war: Der Song "Adam & Eva" erzählt, mit den Augen der feisten, die Geschichte, die wir alle aus der Kinderbibel kennen. Funky Grooves auf der Mandoline lassen Lücken für Worte und Gedanken, wie sie nur die beiden Träger des Kleinkunstpreises erklingen lassen können. Ihre ungewöhnliche Sicht auf die Welt läßt Lieder entstehen, die den unvorbereiteten Konzertbesucher vor Lachen nicht in den Schlaf kommen lassen.
In bewährter Zweisamkeit besingt das Duo wieder die Skurrilitäten des Lebens, der Liebe und verpaßt dem Wahnsinn des Alltags den ganz eigenen Soundtrack. Der feine Humor vom rauchig feurigen "C." verschmilzt wieder auf Rainers Bassstimmenrhythmuskickboxkleingitarrenteppich wie Käse auf der Pizza.
Mathias Zeh und Rainer Schacht passen in keine Schublade, sind Grenzgänger ihres 'selbstgestrickten' Genres, ihre Musik steht für handwerkliche Präzision, subtilen Wortwitz und geschickt komponierte Ohrwürmer. Fulminante ZweiMannSongComedy. Jetzt oder nie, entspannte Euphorie!

 
DO 26. – SA 28.4.
ONKel fiSCH
Europa – und wenn ja, wie viele?
Aktualisiertes Action-Kabarett Programm
 
Europa. Ein Kontinent am Rande des Nervenzusammenbruchs. Zuwanderer und Rausschmeißer. Wer darf bleiben, wer will bleiben, wer kann überhaupt mitmachen?
Eine flexible Wertegemeinschaft zwischen Grexit und Brexit, gefangen in einem Strudel aus politischen Eigeninteressen, Bauchgefühl und Vorurteilen. Inklusive Rechtsruck, linkischen Bürokraten und einem Friedensnobelpreis.
Zeit für das Kabarett-Duo ONKeL fiSCH, Ordnung in das Chaos zu bringen und zu fragen: Wer sind genau die "Europäer"? Lohnt sich Europa überhaupt? Wie funktioniert die EU? Oder – warum nicht?
Zwei ziemlich beste Brüssel-Versteher analysieren, erklären und wundern sich. Adrian Engels und Markus Riedinger erzählen, streiten, singen und tanzen sich brillant durch ihr satirisches Action-Kabarett, der unglaublichen Reise durch einen ver-rückten Kontinent, recherchieren sogar vor Ort in Europas unheimlicher Hauptstadt und stellen fest: Brüssel kann Spuren von Demokratie enthalten!
Das ist Interail für's Hirn. Der 1. Klasse!!!

 
FR 27. & SA 28.4.
Deutscher Kleinkunstpreis 1994
Matthias Deutschmann
Wie sagen wir's dem Volk?
Die Wahrheit über Deutschland
Aktualisiertes Kabarett-Solo
 
Die FDP zieht in den Bundestag.
Die AFD zieht in den Reichstag!!!
"Deutschland steht an einer gefährlichen Kreuzung. Von links kommt nichts, aber von rechts!"
Demokratie ist, wenn alle richtig wählen dürfen. Was aber, wenn die Falschen wählen? Demokratie ist ja nicht nur die Herrschaft des Volkes, sondern auch die Beherrschung des Volkes. Im besten Falle also Selbstbeherrschung. Deutschmann – "Mein Name ist Auftrag und Verhängnis zugleich!" – steckt alle Tiefschläge der Politik ein, um dann präzise zurückzuschlagen. Schnell. Hochaktuell. Hochintelligent.
"Wie sagen wir’s dem Volk?" – Die Wahrheit über Deutschland, das 13. Programm des Freiburger Kabarettisten, der 1986, vor 32 Jahren also, in den Kabarett-Ring stieg, ein Programm über die öffentliche Meinung und ihre tägliche Herstellung. Ein Abend über Desinformation, Geheimdienste, Staatskabarett, Verschwörungstheorien und eine Kanzlerin in Bredouille: GroKo, KoKo... Kokolores... ? ?
Denn Deutschmann macht auch nach über drei Jahrzehnten ein Edelkabarett, hinter dem nicht nur ein kluger, sondern brillanter Kopf steckt, zeigt bissig-böse-elegant seine "Kraft durch Schadenfreude", schüttelt messerscharf geschliffene Pointen aus dem Ärmel, schlägt in der nächsten Sekunde seine assoziativ-akrobatischen Purzelbäume, zersägt von schräg-dissonanten Cello-Tönen, und fordert mit süffisanter Unschuldsmiene und diabolischem Witz sein Publikum durch seine präzisen "Mit-Denk-Sätze" stets aufs neue heraus. Bevor Sie sich also wieder gemütlich in die politikfreie Komfortzone der Republik verdrücken, sollten Sie sich "Opus Dreizehn" anhören.
 



 
 
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