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Newsletter unterhaus 30.04. bis 06.05.2018


 MI 2.5.

Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie
Gleich knallt's!
Neues Musik-Kabarett-Programm
 
"Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie" haben ihre eigene Form des Kabaretts gefunden.
Entwaffnend komisch bis romantisch-melancholische, politisch-agitierend bis kalauernd versöhnliche, junge Kleinkunst. Wenn sich das real-fiktive Liebespaar nicht gerade äußerst unterhaltsam verquatscht, singen und tanzen sie selbstkomponierte Lieder, spielen auf der Lichtorgel und führen eine Smartphonie auf. Ein Knaller folgt auf den anderen. Aber ganz leise.
Kurz vor dem Weltuntergang bringen Wiebke Eymess und Friedolin Müller ein neues Programm auf die Bühne. Während die Zivilisation eine Endzeitmelodie aus dem letzten Loch pfeift, basteln die Zwei von der Fensterbank an einem finalen Feuerwerk, das nur aus Zündschnüren besteht. Und im Kopf der Zuschauer beginnt es zu leuchten!
Nach "MitternachtSpaghetti" und "PARADIESSEITS" geht ihr einzigartiges Wort- und Sing-Duell nun in die 3. Runde! Wieder ist das Private politisch und jeder Disput führt vom Hölzchen auf Stöckchen und zurück. Bis es knallt. Oder auch nicht.

 
MI 2.5.
Chin Meyer
Macht! Geld! Sexy?
Aktuelles Solo: Finanzkabarett
 
Was kommt heraus, wenn man künstliche Intelligenz mit einem Toupet paart?
"The 45"! Macht! Geld! MachtGeil! Sexy ist anders!
Aber kennen Sie Ihren Marktvorteil? Ist es Geld? Macht? Oder sind Sie einfach nur sexy? Chin Meyer, Deutschlands bekanntester Finanzkabarettist, taucht tief ein in die Welt des "schönen Scheins", beleuchtet gewohnt bissig-charmant das Instrumentarium der Mächtigen, die Machthaberei und was Macht mit uns macht. Dabei nimmt er nicht nur die allgegenwärtige Gier nach immer mehr Geld ins kritische Visier, sondern auch den ausufernden Hunger nach Sexy-Selbstbestätigungs-Wohlfühl-Konsum.
Hervorragend unterstützt wird er diesmal von neuen Experten-Figuren, und alten Bekannten natürlich, wie der erfrischend mies gelaunte Steuerfahnder Sigmund von Treiber, härtester Hund im Finanzamt, die, im unterhaltsamen Kampf der Macht-Geld-Sexy-Wertschöpfungsszenarien, ihre ganz eigene, knallharte Sicht auf die Dinge beisteuern.
Intelligenter Witz, sprühender Humor, immense Kernkompetenz gepaart mit satirisch kunstvoll verpackter Information: Herr Meyer bohrt tiefe Kerben in aufgeblähte Machtstrukturen und läßt, höchst lehrreich, politische Kartenhäuser samt ihrer Worthülsen-produzierenden Bewohner gleich mit einstürzen.
Macht Geld sexy? – – – Im Prinzip – – ja?, aber... – –

 
DO 3.5.
Gerd Knebel (Badesalz)
weggugge
Das aktuelle Solo
 
Der Hesse kommt! Ohne Badesalz-Kumpel Henni, blond, Haare, spielt er, Gerd, blond, keine Haare, sein 3. Solo.
Kennt jeder: Man lümmelt gemütlich daheim auf der Couch, Chips und Bier im Anschlag, und läßt den stressigen Arbeitstag mit einer schönen Horrorschmonzette ausklingen. Und wenn's einen kurz vorm Zu-Bett-Gehen doch zu viel gruselt... schnell "weggugge". Eine praktische Möglichkeit, mit der man sich jeden Psychothriller, jeden Splatterfilm bis zum blutigen Ende reinziehen kann, ohne danach von Alpträumen heimgesucht zu werden.
"weggugge" – hilft auch im wahren Leben. Um uns herum geschehen ja ständig unangenehme, ungerechte, grausame, fiese-miese Dinge, mit denen man sich nicht unbedingt beschäftigen möchte. Die Lösung ist so simpel wie genial: Einfach "weggugge"!
Wer diese Technik nicht beherrscht, dem empfiehlt der Meister des Sarkasmus sein aktuelles Solo. Denn mit hessischem Mutterwitz, funkensprühenden Geistesblitzen und politisch kernig unkorrekt gibt Gerd Knebel Vollgas, zeigt schrullige Typen, bietet rotzfrech respektlose Erkenntnisse und erläutert grantig-liebreizend seine bahnbrechenden Theorien frei nach dem Motto: "Man muß drauf kommen, und der Hesse kommt drauf!"

 
DO 3. & FR 4.5.
 
Leider entfällt das Programm da Katie einen Autounfall hatte.
Bitte geben sie Ihre Karten im Vorverkauf zurück.
Sie kommt dann mit neuem Programm im Februar 2019!
 
Katie Freudenschuss
Bis Hollywood is eh zu weit!
Kabarett • Musik • stand-ups
 
Sie ist Comedienne, Sängerin, Pianistin, Songschreiberin und Sachensagerin. "Bis Hollywood is eh zu weit": in ihrem Solo beweist Katie, daß der Name Freudenschuss zugleich ein Versprechen ist. Denn ihre Stärke liegt in der feinen Beobachtungsgabe, mit der sie unterhaltsam-schonungslos unseren Alltag seziert, das Leben, die Liebe, den ganzen Rest. Die Hamburger Halbösterreicherin mit Restschmäh sinniert, was wäre wenn – sie aus Schweden käme, warum Stadiongesänge Kunst sind, wieso man nie ohne Windmaschine S-Bahn fahren sollte..., improvisiert mit Zuschauern, deren Reaktionen und begleitet ihre Geschichten und größten Hits hinreißend auf dem Klavier.
Vorsicht! Gerade wenn man von ihrer warmen Stimme und ihren Songs auf einem poetischen Wölkchen sitzt und es sich an diesem flauschigen Ort gemütlich machen will, kommt der unerwartete Wolkenbruch. Der Schritt von süßer Melancholie zu scharfer Ironie liegt nur einen Akkord oder eine Zeile entfernt.
Ein Abend mit Frau Freudenschuss ist wie ein Treffen mit Freunden, ehrlichen Gefühlen, lustigen und komischen Ereignissen und guter Musik. Doch wie das nun mal mit Freunden so ist, sie sagen einem die Wahrheit. Und die ist manchmal rührend und bewegend, im nächsten Augenblick knallhart und bitterböse. Mit Mut zu Gefühl und Pathos plädiert Katie für ein bißchen mehr Hollywood im DaSein – für dich, für mich, für alle!

 
FR 4.5.
Deutscher Kleinkunstpreis 2009
Sebastian Krämer
Im Glanz der Vergeblichkeit – Vergnügte Elegien
Neues Solo: Chanson
 
Man weiß nicht, wer mehr zu bedauern ist, der Jammerlappen oder die, die er naß macht. Während sich zeitgenössischer Deutschpop in der Exaltierung von Emotionen gefällt, verlegt Sebastian Krämer sich aufs Gegenteil: beispielhafte Contenance als Umzäunung beispielloser Abgründe. Vergnügte Elegien (ein Genre, das zu diesem Zweck eigens erfunden werden mußte) führen den Beweis: Schlimmes kann durchaus bekömmlich sein – je nachdem, wie man es anrichtet.
Die Quellen, aus denen diese etwas anderen Stimmungslieder schöpfen, sind dunkel. Dramatis personae: eine Puppe im Garten, eine Skulptur von Barlach, die Kinder einer geläuterten Hexe im Linienbus, Mops und Bienenstich. Was sich in den Augen dieser Figuren spiegelt wie die Lichter vorbeihuschender Fahrzeuge bei Nacht, erreicht uns nur als dumpfe Ahnung. Mediale Katastrophen verstauben auf Wiedervorlage; Krämer macht sich seine Sorgen noch selber. Und wie sich das für Sorgen so gehört, ist er noch nicht mit ihnen fertig geworden. Unter der Oberfläche beschwingter Melodien und eleganter Erzählungen schwelen Unheil, Trauer, Verlorenes, Vergebliches.
Dieser Chansonnier beherrscht die Kunst der Modulation auf allen Ebenen. Oder ist er ihr selbst hilflos ausgeliefert? Sein musikalisches Vokabular reicht von Swing bis Wiener Schule. In den Kommentaren gibt sich Krämer kapriziös, in den Liedern lieblich bis derb. Und je burlesker die Fassade, desto filigraner die Botschaft. Das ist Klagen auf hohem Niveau.

 
SA 5.5. / 20h
Benjamin Tomkins
King Kong und die weiße Barbie
Aktuelles Programm des Puppenflüsterers
 
Bauchredner sind glückliche Menschen, denn sie sind niemals allein. Benjamin Tomkins ist so ein Zeitgenosse, der diese seltene Gabe besitzt. Der Kieler Poeler spricht, brabbelt, lacht, raunzt und korrespondiert nicht nur mit seinem Mundwerk, sondern sagt seine Meinung auch per Bauch – durch die Puppe, mal freundlich, mal lauthals, gelegentlich unverschämt.
Ein Koffer. Und er. "Der Puppenflüsterer". Die Show kann beginnen. Die Story um King Kong steht wie keine andere Geschichte für fehlende Kommunikation. Wie entsteht eigentlich Kommunikation und warum mißlingt sie so oft? Darum geht es in Tomkins Programm.
Wie reagiert der Wachhund des Empire State Building, als King Kong die Fassade hinaufklettert? Was kann der cholerische "alte Sack", fieser Überbringer gemeiner Hiobsbotschaften, beim Anti-Aggressions-Training noch lernen? Was passiert in Ihrem Gehirn, wenn Sie etwas vergessen? Auf all das bekommen Sie Antworten... selbst auf Fragen, die Sie nie gestellt hätten.
Dabei im Team: der Froschkönig, Horst, ein HardRochk-Hase, ein Dschinn, ein kleiner Dino... und nicht zuletzt der weiße "Ding Dong". Eine zweistündige Reise in die verbalen und nonverbalen Ab- und Hintergründe der Gedanken. Nicht selten erklärt die Puppe dem Menschen das, was der Mensch einer Puppe gar nicht erklären könnte.
Ein urkomisches, ein poetisches Programm, das mit Ironie, Wortwitz, perfekter Technik, großer Leidenschaft, scharfer Beobachtungsgabe und ganz eigenem Humor das Publikum sofort in seinen Bann zieht. Bauchredekunst par excellence! Von Benjamin Tomkins. Und der ist spitze, egal, ob er mit seinen liebevoll gestalteten Bühnenpartnern absurd komische Dialoge entspinnt, musikalisch am Klavier oder aber ganz ohne Puppen seine Gedanken hörbar schweifen läßt. Kurz & knapp: ein Bauchweh-Programm – vor Lachen!

 
SA 5.5.
Deutscher Kleinkunstpreis 2000
Arnim Töpel
Nur für kurze Zeit – alles gloffe?
Neues Musik-Kabarett-Solo
 
Der Mann geht seinen eigenen Weg, ihn reizt stets das Neue. Das war zu seinen Radio-Zeiten beim Südwestfunk so, als er allabendlich das Gespräch mit Hörern über das Leben suchte, was ihm den Medienpreis der Evangelischen Kirche Deutschland einbrachte, das hat sich nicht geändert, seit er sich vor bald zwanzig Jahren der Kleinkunst verschrieben hat: Folgerichtig steht er nicht nur als Blues-Denker am Piano auf der Bühne, sondern schreibt mittlerweile jedes Jahr einen Mundart-Krimi, macht Lesungen, hält Vorträge, überrascht mal mit einem Kinderbuch, mal mit der Biografie des Radsport-Olympiasiegers Günter Haritz und moderiert unter anderem das renommierte Lahnsteiner Bluesfestival.
Arnim Töpel gilt als feinsinnige Ausnahmeerscheinung, wird geschätzt für musikalische Klasse und sprachliche Eleganz. Wegen seiner Verdienste um seine Heimatsprache wurde der gebürtige Heidelberger jüngst ausgezeichnet mit der Hermann-Sinsheimer-Plakette der Stadt Freinsheim. Für das unterhaus hat er einen dreisprachigen Querschnitt seines vielseitigen Schaffens zusammengestellt: kurpfälzisch, hochdeutsch und immer musikalisch. Verbreitetes Prädikat: wohltuend.

 
Professor Humbug
und der Rheinstromschnellenwellenenergieeffekt
Ein Figurentheaterstück garantiert nicht nur für Kinder ab 6 Jahren
von und mit
Dietmar Bertram
Compagnie MaRRAM
 
Nur ein Termin:
SO 6.5. / 11 Uhr
 
Keine Zeit! Keine Zeit!!! Weil Professor Humbug den Welt-Megawatt-Preis bekommt – für die Entdeckung des Sparlampenleuchtstoffröhrendiodenfisches. Toll! Ein Traum geht in Erfüllung. Aber wann? Wo ist die Einladung? Pech: Partout, sein französischer Assistent, hat sie, pfiffig wie er ist, für sein Ritterspiel als Zielscheibe benutzt...
Als das rauskommt, ist's höchste Eisenbahn: Die Ehrung ist in 57 Minuten! Dabei will Humbug gerade zum Loreleyfelsen, um dort die Rheinstromschnellenwellenenergie einzufangen, die durch eine günstige Erde-Mond-Stellung (nur alle 487 Jahre!!!) genau heute 1000mal stärker ist.
Was tun? Beides: Rheinstromschnellenwellenenergie fangen und den Welt-Megawatt-Preis holen. Die Minuten rasen, das E-Mobil macht schlapp, die Loreley-Bummelbahn fährt rückwärts, das Paddelboot geht unter, der Heißluftballon spinnt...
 
Nach "Professor Humbug und der Sparlampenleuchtstoffröhrendiodenfisch" lassen der Mainzer Puppenspieler Dietmar Bertram (Sieger des ersten Mainzer Puppetry Slam) und Regisseur Michael Kloss (vom legendären Frankfurter klappmaul-Theater) die forschen Forscher zu ihrem 2. Abenteuer aufbrechen, das sie diesmal auf und über den Rhein treibt, vorbei an Burgen und Schlössern, hinab in tiefste Tiefen, hinauf zu höchsten Höhen!
 



 
 
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