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Newsletter unterhaus 21.05. bis 27.05.2018


Liebe Abonnenten
 
Alles neu macht der Mai, darum ergeben sich einige Neuerungen bei der Buchung in unserem Reservierungssystem.
 
-Sitzplatzbuchung direkt im Saalplan
-Gutscheine Online kaufen und einlösen
-Print@Home für Karten und Gutscheine (außer Veranstaltungen außerhalb des unterhauses)
-Bezahlung erfolgt mit SEPA Lastschrift über unser System
 
Leider gelten die alten Kundenlogins nicht mehr und Sie müssen sich bei der ersten Buchung noch einmal registrieren und bekommen eine neue Kundennummer.
Über diese können Sie dann auch telefonisch Karten bestellen ohne wieder alle Daten zu übermitteln.
 
Da nur das neue System mit unserem Onlineverkauf verbunden ist bitten wir Sie Karten für die
Veranstaltungen im Mai & Juni bitte telefonisch zu reservieren.
 
Bei Fragen und Problemen helfe ich Ihnen gerne weiter.
 
Michael Esser
Vorverkauf

 
MI 23.5.
Axel Zwingenberger
Blues? Boogie!
Konzert 2018
Rollende Bässe. Stampfende Rhythmik fauchender Dampfloks. Sehnsuchtsvolle Bluesklänge... Ein Mann. Ein Flügel. Boogie Woogie. Ein scheinbar einfacher Sound, der gerade deshalb fasziniert. "Die heißeste Musik, die je für das Piano erfunden wurde." Sagt Axel Zwingenberger, einer der renommiertesten, 'heißesten' Boogie- und Blues-Pianisten, virtuoser Tastenkünstler und grandioser Showman.
Zwingenberger liebt und lebt seine Musik, entlockt seinem Instrument furiose Tonläufe von rasender Geschwindigkeit, wobei die hämmernde linke Hand den charakteristischen Beat des Boogie Woogie peitscht. Die Dynamik wechselt zwischen zartestem Piano und donnergrollendem Fortissimo. Und der Zuhörer spürt, was Axel Zwingenberger bei den Blues- und Boogie-Legenden gelernt hat. Seine CD-Serie mit amerikanischen Koryphäen wie Big Joe Turner, Lional Hampton, Estella "Mama" Yancey, Champion Jack Dupree, Jay McShann oder Sippie Wallace sind heute wertvolle Zeugnisse der Begegnung von schwarz und weiß, Erfahrung und Begeisterung, sind Dokumente der Boogie-Geschichte. Und Zwingenberger hat als Meister aller Tasten stets den Schalk im Nacken, spielt sein Publikum förmlich von den Stühlen... und hält so nicht nur den alten Boogie jung!

 
DO 24.5.
Deutscher Kleinkunstpreis 2010 & 2015
Matthias Egersdörfer
Ein Ding der Unmöglichkeit
Das aktuelle Kabarett-Solo
 
Eine Wucht!
Der Mann.
Sein neues Programm.
Morgens braucht er seinen Kaffee! – Verdammt! Ist ja alt; "Vom Ding her" kein schlechter Anfang... Ist Kabarettist überhaupt der richtige Beruf? Eigentlich wollte er lieber Sportlehrer sein, in einem Frauengefängnis. Die Selbstzweifel ermüden. Doch er kann nicht einschlafen. Hilft nichts: Beim Schafezählen vertut er sich, jedes Mal bei 159 – wieder von vorn. Matthias findet einfach keinen Einstieg ins neue Solo... Der thematische Kabarett-Rundumschlag kommt in Fahrt, furios und famos.
Von Eltern, seiner betrunkenen Mutter, von Morden und Selbstmorden, Kindern, Erziehung, von Eisbein mit Sauerkraut und "Sauren Zipfeln" – das Rezept hat Mutti mit ins Grab genommen, von Würsten und Gottesbeweisen, von Scheiße und Comedians, von seinen Bemühungen, pünktlich in die Oper zu kommen, seinen Tipps an Islamisten, vor ihren Attentaten den LKW gründlich auszusaugen, von Therapeuten, der grassierenden Blödheit... und nicht zuletzt der Kritik am eigenen Genre. Ein Szenario, in dem Fiktion und Realität grandios verschwimmen. Unendlich verschlungene Assoziations-Ketten, deren Puzzleteilchen letztlich immer ineinanderpassen. Von und mit Matthias Egersdörfer. Der steigert sich rein, blafft, schnieft, schnauft, kann auch anders, besonnen, leise, poetisch, literarisch, philosophisch. Ein wilder Berserker, ein sanfter Denker erzählt von Abgründen, wo Alltäglichkeiten lauern. Kein Ding der Unmöglichkeit, sondern einfach 'ne Wucht!

 
DO 24. – SA 26.5.
Schwester Cordula liebt Groschenromane
Elisabeth – Mutterherz aus Eis
Groschenheft-Satire
 
am Akkordeon: Dirk Rave
 
"Wirst du heute früher nach Hause kommen als sonst, Mami?" Die fatale Folge eines total unspektakulären One-Night-Stands nervt Elisabeth. Anke (7) heißt das undankbare, vorlaute, gefühlsduselige Gör. Als es dann noch kurz vor einer wichtigen Geschäftsreise nach China mit ihrer Schulklasse in die Hände eines Geiselnehmers gerät, schaltet die eiskalte Rabenmutter in ihrer Not den Erzeuger des Kindes ein, der von alledem nichts gewußt...
Nachdem sich "Schwester Cordula" fulminant die 'blütenweiße' Welt der Arztromane vorgeknöpft hat, gilt ihr neuester Streich den Kitschromanen, in denen Mutti im Vordergrund steht. Die heile Welt möchte sie zeigen, getupfte Küchenschürzen und selbstgebackenen! Apfelkuchen als literarisches Trostpflaster contra schnöden Alltags-Familien-Wahnsinn. Weit gefehlt! Der Mutti-Roman ist in der Realität angekommen.
"Wo sind all die Mamis hin?" singen und fragen sich bang Saskia Kästner und Dirk Rave alias Familienhelferin "Schwester Cordula" und ihr Langzeitreferendar am Akkordeon und begeben sich auf die mark- und zwerchfellerschütternde Suche, unterstützt von Trivialromanen, Jakob und Wilhelm Grimm, viel Musik und anerkannten Familien-"Experten" wie Christa Meves, Oliver Kahn oder Boris Becker...
Schnell wird klar: Aufmerksamkeitsdefizit kann ein Segen sein! Denn Frau Kästner gurrt, schnurrt, kiekst, singt, weint und tanzt, schlüpft virtuos in Sekundenschnelle in alle Rollen, macht die Texte so quicklebendig, daß die Zuschauer vor Lachen kaum zum Atmen kommen. Zwei Stühle und ein Groschenheft, mehr braucht Schwester Cordula nicht, um das unterhaus zum Toben zu bringen!

 
FR 25.5.
Christian Ehring
Keine weiteren Fragen
Das aktuelle Kabarett-Solo
 
Er ist der Mann, der Erdoğan zuerst ärgerte. "Erdowie, Erdowo, Erdoğan": Das Lied in seiner Satiresendung "extra3" brachte im März 2016 den türkischen Präsidenten so auf die Palme, daß er den deutschen Botschafter einbestellte. Christian Ehring spielt außerdem im Team der ZDF "heute-show" und ist Eingeweihten bestens bekannt als langjähriges Ensemblemitglied, Autor und Komponist des Düsseldorfer Kom(m)ödchens.
Noch viel mehr von sich zeigt er allerdings, wenn man ihm einen ganzen Abend lang die Bühne überläßt. Sein Solo "Keine weiteren Fragen" ist ein hochaktueller und sehr persönlicher Kommentar zur Lage der Nation: hintergründig, schwarzhumorig und perfide politisch.
Der Sohn macht ein Freiwilliges Soziales Jahr in den Slums von Buenos Aires, die Einliegerwohnung im Reihenhaus ist frei und sofort meldet sich das soziale Gewissen! Wäre jetzt nicht die Gelegenheit, endlich etwas Sinnvolles, ein 'gutes Werk' zu tun? Einen Flüchtling aufzunehmen? Könnte, sollte, müßte man nicht aktiv werden und der linksalternativen Überzeugung auch mal ganz konkrete Taten folgen lassen? Die Gattin sagt "Ja." Ehrings Bühnen-Ich "Ja, aber." Findet ihre Idee gut. Als Idee! Würde sich aber lieber zurückziehen ins deutsche Komfortzonenrandgebiet, wo der Einkauf im Bioladen ausreicht als moralischer Ablaßbrief, wo man erstmal das Haus abbezahlt, Smoothies mixt und seinen Yogalehrer macht. Vor allem "Keine weiteren Fragen" stellt. Ein assoziativer Monolog über Politik, Moral und Verantwortung, komisch und ernst, authentisch und verlogen. Bitte lachen Sie vorsichtig!!!

 
SA 26.5.
Florian Schroeder
Ausnahmezustand
Das neue Kabarett-Solo
 
"Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft." Mephisto in Goethes Faust I. Was würde er heute sagen, im permanenten "Ausnahmezustand" unserer Zeit?
Sie alle wollen zu den Guten gehören! Kommen Sie damit auch dorthin, wo Sie hin wollen? Oder nur in den Himmel? Und wenn "Gutmensch" ein Schimpfwort ist, wollen Sie dann nicht doch lieber böse sein? Allerdings: Die Bösen sprengen sich in die Luft, glauben an die Erlösung im Jenseits und produzieren zu viel CO2. Die Guten essen Eier von glücklichen Hühnern, tragen Uhren, die ihnen sagen, wie viele Schritte sie heute noch machen müssen. Sie wollen frei sein und sind doch Gefangene der Technik. So glauben die Guten fest an das iPhone 10s und die erlösende Kraft des BioSupermarkts. Fundamentalismus meets Foodamentalismus.
In Zeiten ansteigender Hysterie stellt Florian Schroeder die Fragen, auf die es wirklich ankommt: Wie kommt das Böse in die Welt? Und wie kriegen wir es da wieder raus? Wie nah Gut und Böse, Liebe und Haß, Freund und Feind beieinander liegen weiß jeder, der einmal morgens um 7 im Stau steckte. Aber wenn es Gott wirklich gibt, kann es weder Terror, noch Amok, noch Haß geben. Warum dann Facebook? Wir wollten sein wie Gott und jetzt haben wir den Salat. Natürlich mit veganem Dressing!
Florian Schroeder spannt den Bogen von großer Weltpolitik bis zu den kleinen Fragen des Alltags. Warum der böse Egoismus gut ist, wieso wir alle Betrüger sind und warum Kontrolle gut, Vertrauen aber viel besser ist. Erleben Sie einen Abend im "Ausnahmezustand": Alles ist erlaubt! Politisch, philosophisch, anarchisch. Als Kabarettzuschauer gehören Sie sowieso zu den Guten: Sie sind schön, gebildet und immer auf der richtigen Seite. Damit sind Sie hier goldrichtig! Erwarten Sie alles, nur keine einfachen Antworten. Schließlich steckt der Teufel im Detail. Und nur im Kabarett gilt: Wenn es richtig böse ist, ist es wirklich gut.

    




 
 
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