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Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 1998
in der Sparte Kabarett erhält
Dieter Nuhr
Damit zeichnet die Jury einen Künstler aus, der die "alterwürdige"
Form des Solokabaretts um Themen und Sprache seiner Generation (der Dreißiger)
bereichert. Mit naivem Charme und vergeblicher Larmoyanz plaudernd,
entsteht aus seinen scheinbar zusammenhanglosen Beobachtungen und
Kommentaren ein treffendes Bild gegenwärtiger Befindlichkeiten.
Dieter Nuhr ist auf intelligente Weise witzig. Nu(h)r weiter so!
Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 1998
in der Sparte Chanson / Lied erhält
Popette Betancor
Die Jury zeichnet damit eine Allroundkünstlerin aus, die von sich behaupten
kann, den Kammerpop erfunden zu haben. Mit fröhlicher Galle und
augenzwinkernder Unverschämtheit textet, komponiert und singt
die spanische Berlinerin aus dem Ruhrgebiet Songs auf engstem Raum für
"ängste" Räume: In der Einsamkeit der Einzimmerwohnung
entdeckt sie die Reize der Metropole, auf großer Fahrt
"Im Außendienst" so manches kleine Glück.
Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 1998
in der Sparte Kleinkunst
erhält der deutschspachige Italiener und Schweizer
Massimo Rocchi
Die Jury zeichnet damit einen Künstler aus, der sich jeder herkömmlichen
Kategorisierung entzieht. In seinem zauberhaften Programm "Adele"
klopft er auf verblüffende Weise das europäisch-babylonische
Sprachgewirr auf seine regionalen Besonderheiten und unfreiwillige
Komik ab. Mit präziser Körpersprache, sparsamer Mimik und
umwerfendem Wortwitz erfaßt er überzeugend Charaktere und
Situationen, in deren Alltäglichkeit sich das Publikum
wiederzuerkennen vermag.
Den Förderpreis der Stadt Mainz
zum DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 1998
erhält das österreichische Kabarettisten-Duo
Schöller & Bacher
Die Jury zeichnet damit die beiden Brüder Rudi und Karli
Schöllerbacher aus, denen in ihrem Debut-Programm "warten" eine
intelligente Zeit-Analyse gelungen ist.
Die beiden jungen Künstler ergänzen ihre jugendiche Nonchalance
und ihren subtilen Humor mir scheinbarer Harmlosigkeit und
schauspielerischem Unvermögen zu einem völlig entwickelten eigenen
Stil, der für die Zukunft noch viel erwarten läßt.
Carl-Friedrich Krüger
Vorsitzender der Jury
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