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Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2002
in der Sparte Kabarett erhält
Alfred Dorfer.
Damit zeichnet die Jury einen der Topstars der österreichischen Kabarettszene aus, der nicht nur mit „Indien“ (gemeinsam mit Josef Hader), sondern auch mit all seinen bisherigen Soloprogrammen seit Jahren maßgebliche Akzente setzt.
In seinem aktuellen Programm „heim.at“ gelingt dem leidenschaftlichen Unruhestifter, Vor- und Weiterdenker - abermals im Wechsel- und Zusammenspiel mit seiner dreiköpfigen Band - eine geistesgegenwärtige, scharf- und hintersinnige Analyse jener gestrigen und heutigen Saat, die uns morgen schon blühen könnte: eine pointierte und bisweilen schmerzhafte politische Wurzelbehandlung und eine genaue Durchleuchtung des zugrundeliegenden Geistes.
Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2002
in der Sparte Chanson/Lied/Musik erhält
Hans-Eckardt Wenzel.
Damit zeichnet die Jury einen Künstler aus, dessen Lieder gleichermaßen poetisch wie sarkastisch, melancholisch wie ironisch sind. Mit außerordentlicher Kreativität hat er im letzten Jahrzehnt ein Werk geschaffen, das, musikalisch weltoffen, an die Tradition der politischen Liedermacher anknüpft.
Zu DDR-Zeiten ein Seismograph, erhebt der abgeschminkte Weiß-Clown seine kritische Stimme - etwas lauter und deutlicher als früher, denn heute sitzen andere im Publikum - mit Sicherheit.
Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2002
in der Sparte Kleinkunst erhält das Duo
Ursus & Nadeschkin.
Damit zeichnet die Jury ein Duo aus, welches das Klischee, alle Schweizer seien langsam, auf das Eindrucksvollste widerlegt.
In einer eigenwilligen und temporeichen Show arbeiten Ursus & Nadeschkin ihre - nicht vorhandenen - Paarprobleme ab. Dabei erweisen sie sich als perfekt eingespielte Sprachakrobaten, Artisten und Komiker, die ihr Publikum voll im Griff haben und es mit spielerischer Leichtigkeit in den 7. Himmel des Entertainments entführen.
Den Förderpreis der Stadt Mainz
zum DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2002 erhält
Luise Kinseher.
Damit zeichnet die Jury eine Kabarettistin aus, deren unterschiedliche Figuren sich trotz ihrer sozialen und psychischen Beschädigungen erfolgreich scheiternd behaupten.
Mit der Urkraft der Komik schöpft sie Erkenntnis- und Verständnisspaß.
Carl-Friedrich Krüger
Vorsitzender der Jury
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