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Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2009
in der Sparte
Kabarett erhält
Wilfried Schmickler.
Damit zeichnet die Jury einen politischen Kabarettisten aus, der mit ungeheurer
Wucht wie mit dem Beil das Publikum spaltet, weil er gnadenlos die politische Klasse
richtet. Seine Wut ist echt, seine Fähigkeit, sie in Worte zu fassen, von subtiler
Perfidie. Als Überzeugungstäter einfach überzeugend.
Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2009
in der Sparte
Chanson/Lied/Musik erhält
Sebastian Krämer.
Damit zeichnet die Jury einen Liedermacher aus, der in Text und Musik weniger
die Welt aburteilt als zu phantasieren, was sonst noch alles denkbar wäre.
Er treibt in seinen Liedern die Wirklichkeit in den Wahnsinn und den Wahnsinn paßt er
geschmeidig ins Alltägliche. Seine Haltung zu Sinn und Unsinn zeigt er damit genauso wie die Weltsicht seiner Generation.
Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2009
in der Sparte
Kleinkunst erhält
Jochen Malmsheimer.
Damit zeichnet die Jury einen Wortfechter aus, der Zustände und Ereignisse pointiert bis zur
Kenntlichkeit zerlegt. Ein Konstrukteur der Sprache, der seine Themen
in grandiosen Satzbauten unterbringt und dabei mit stimmlicher Virtuosität
die Innenräume wie die Außenwelt erleben läßt.
Den Förderpreis der Stadt Mainz
zum DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2009 erhält
Uta Köbernick.
Damit zeichnet die Jury eine Künstlerin aus, eine Multiinstrumentalistin und talentierte
Schauspielerin, die mit sprachlicher Präzision und beiläufiger Poesie
ihre Welt auf der Bühne entfaltet. Dabei erscheint sie gleichermaßen naiv wie weise und
versteht es doch, mit ihrer Sicht immer wieder aufs Neue zu verblüffen.
Den
Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz
zum DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2009 erhält
Gerhard Polt.
Damit zeichnet die Jury das Prinzip des abschreckenden Beispiels aus,
dargestellt von einem gestandenen Mannsbild mit einem gescheiten heiligen Zorn.
Er hat uns Deutschen oft genug vorgeführt, wie wir wirklich sind.
Und das immer wieder. Wirklich: Gerhard Polt!
Ute Nebel
Vorsitzende der Jury
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